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Netz-Trend: Ex-Muslime rechnen mit Islam ab

Über hunderttausend ehemalige Muslime benutzen in Netzwerken derzeit den Hashtag #ExMuslimBecause (zu Deutsch etwa: Kein Moslem mehr, weil...). Sie erzählen über Twitter oder Facebook, warum sie sich vom islamischen Glauben abgewendet haben. Die Resonanz ist groß.
Von PRO
#ExMuslimBecause (zu Deutsch: Kein Moslem mehr, weil...) ist vor allem in England ein Internet-Trend
#ExMuslimBecause (zu Deutsch: Kein Moslem mehr, weil…) ist vor allem in England ein Internet-Trend

Maryam Namazie ist die Gründerin der Vereinigung ehemaliger Muslime in Großbritannien. Sie hat die Aktion #ExMuslimBecause ins Leben gerufen. Sie wolle erreichen, dass Menschen den Islam kritisieren oder auch verlassen dürfen, ohne Angst vor eventuellen Folgen haben zu müssen, sagte sie der BBC.

Mit zwölf Jahren verstoßen

Der Hashtag #ExMuslimBecause kletterte am 19. November über Nacht auf Platz eins der Twitter-Trend-Charts in Großbritannien. „Ex-Muslim, weil ich heute vor zwölf Jahren verstoßen wurde, da ich nicht ‚rein‘ genug war“, schreibt etwa die Twitter-Userin Maha über ihre Eltern. Ein anderer User postete unter der Überschrift „Wie der Islam das Leben muslimischer Frauen zerstört“ eine Bildcollage. Darauf zu sehen sind Frauen in Burkas, ein Mädchen, dem ein Bombengürtel umgebunden wird und Bibi Aisha, die Frau, der die Taliban Nase und Ohren abgeschnitten haben.

Mettbrötchen aus Deutschland

Der pakistanische Buchautor und Filmemacher Nabeel Qureshi schloss sich der Aktion an: „Es gibt keinen guten Grund an Mohammed zu glauben, es gibt einen sehr guten Grund an Jesus zu glauben.“ Darüber hat er das Buch „Seeking Allah, Finding Jesus“ (zu Deutsch: Allah gesucht, Jesus gefunden) geschrieben. In der aufgeheizten Stimmung nach den Pariser Anschlägen tut aber auch Humor Not. Der deutsche Twitter-User Ali Uhu begründete seine Abkehr vom Islam mit einem großen Mettbrötchen-Bild. Der Hashtag scheint in Deutschland allerdings noch nicht angekommen zu sein: #ExMuslimBecause befand sich in den letzten zwei Tagen nicht unter den hundert häufigsten Twitter-Stichworten.
Teile der muslimischen Gesellschaft in Großbritannien kritisierten die Aktion. Die Frauenaktivistin Shaista Gohir, die sich gegen Ehrenmorde einsetzt, schrieb über Twitter: „Wieder nur eine neue Bewegung, die auf den Anti-Islam-Zug aufspringt, um Aufmerksamkeit zu erhaschen.“ In Zeiten einer anwachsenden Islamophobie schüre das eher Hass. (pro)

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