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Naturmuseum der Siebenten-Tags-Adventisten auf den Galápagos-Inseln eröffnet

Siebenten-Tags-Adventisten haben auf den Galápagos-Inseln ein Naturmuseum eröffnet. Die Inseln sind insbesondere durch Charles Darwin bekannt geworden, der dort eine Reihe von Denkanstößen für seine Evolutionstheorie erhielt. Das Museum soll Menschen an die Schöpfungsgeschichte der Bibel erinnern und Naturforschung ermöglichen.
Von Jörn Schumacher
Auf den Galápagos-Inseln, in der Charles Darwin Avenue, befindet sich ein neues Naturkundemuseum der Siebenten-Tags-Adventisten

Foto: facebook / Origins - Museum of Nature

Auf den Galápagos-Inseln, in der Charles Darwin Avenue, befindet sich ein neues Naturkundemuseum der Siebenten-Tags-Adventisten

Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten hat auf den Galapagosinseln ein Naturmuseum eröffnet. Das „Origins Museum of Nature“ liegt in Puerto Ayora auf der Insel Santa Cruz, nach Isabela die zweitgrößte, allerdings bevölkerungsreichste Insel des Galápagos-Archipels. Das Museum liegt an der Charles Darwin Avenue, dem touristischen Zentrum der Insel. In Puerto Ayora befindet sich bereits die Charles-Darwin-Forschungsstation der „Charles Darwin Foundation for the Galapagos Islands“, die 1959 mit der Hilfe von IUCN, UNESCO und Naturschützern aus der ganzen Welt gegründet wurde.

Der britische Naturforscher Charles Darwin besuchte die Galápagos-Inseln im Jahr 1835. Er machte hier die entscheidenden Beobachtungen, die ihn später auf seine Evolutionstheorie brachten. Er erkannte, dass 13 Arten der später nach ihm benannten Darwinfinken, die auf unterschiedlichen Inseln wohnen, unterschiedlich geformte Schnäbel haben. Offenbar hatten sie sich den jeweiligen Umgebungen auf den verschiedenen Inseln angepasst.

Wie die amerikanische Webseite „Adventist Mission“, eine offizielle Informationsseite der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, berichtet, wurde bereits am 29. Februar das „Origins Museum of Nature“ eröffnet. Die Einrichtung der Freikirche ist sowohl Museum als auch Institut, das der Erforschung der Entstehung der Erde und des Lebens dienen soll. Ein Biologie-Professor namens Lester E Harris Jr., der Mitglied der den Siebenten-Tags-Adventisten war, kaufte das Grundstück vor 50 Jahren.

In dem neuen Museum sollen sich die Besucher mittels moderner Techniken wie Touchscreen und Headsets mit Virtual Reality über die Naturgeschichte der pazifischen Inseln, über Fossilien und Schildkröten informieren können. Abseits der Museumshallen dienen zwei Räume der wissenschaftlichen Forschung. Im Obergeschoss des Komplexes befinden sich die Räumlichkeiten der adventistischen Kirchengemeinde und eine Schule mit zwölf Schulstufen.

„Laut der Bibel erschuf Gott die Welt in sechs Tagen“

„Für uns Siebenten-Tags-Adventisten liegt die Quelle unseres Verständnisses von unserem Ursprung und unseres Lebenssinns in unserer Beziehung zu Gott, und aus diesem Verständnis heraus halten wir die Bewahrung der Natur für nötig“, sagte der Präsident der Generalkonferenz der Siebenten-Tags-Adventisten, Ted N.C. Wilson, bei der Eröffnung. Die Menschen sollten durch das Museum mehr über die Herkunft des Lebens und über Gott erfahren, fügte Wilson hinzu. Den stärksten Hinweis auf die Schöpferkraft Gottes finde er in der Bibel, so Wilson. Er zitierte mehrere Bibelverse, unter anderem Offenbarung 4,11: „Herr, unser Gott, du bist würdig, zu nehmen Preis und Ehre und Kraft; denn du hast alle Dinge geschaffen, und durch deinen Willen waren sie und wurden sie geschaffen.“ Wilson: „Die Bibel sagt, dass Gott alle Dinge und die Erde in sechs normalen Tagen erschaffen hat. Auch heute noch sehen wir Gottes Schöpferkraft.“

Die Regierung Ecuador schätzt, dass jährlich eine Viertelmillion Touristen auf die Galápagos-Inseln kommen. Sie liegen 1.000 Kilometer westlich der ecuadorianischen Küste und gehören zu Ecuador. Die meisten Touristen kommen auf die Insel Santa Cruz, wo das Museum steht.

In einem Interview sagte der Präsident der südamerikanischen Division der Freikirche, Erton Kölher, das Museum lade die Menschen ein, einmal auf neue Weise über die Natur nachzudenken. „Wir wollen die Menschen, die anders denken, nicht konfrontieren, sondern ihnen einige Gesichtspunkte zeigen, die sie vielleicht noch nicht gesehen haben.“ L. James Gibson, Wissenschaftler und Direktor des adventistischen Geowissenschaftlichen Forschungsinstituts (Geoscience Research Institute) in Kalifornien, sagte: „Das Museum ist eine gute Möglichkeit all jene Menschen zu erreichen, die skeptisch sind bei etwas, das ‚Schöpfungsmuseum’ heißen würde. Es kann interessant sein für Menschen, wenn man ihnen sagt: ‚Kreationisten haben ein Interesse daran, die Umwelt zu schützen’.“

Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten heiligt anders als die meisten Christen den Samstag anstatt den Sonntag. Die Kirche hat weltweit über 21 Millionen Mitglieder. Auf den Galápagosinseln leben rund 12.000 Einwohner, darunter sind rund 250 Siebenten-Tags-Adventisten, die in zwei Kirchgemeinden Gottesdienst feiern.

Von: Jörn Schumacher

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