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Naidoo bezieht Stellung – und polarisiert erneut

Der Popsänger Xavier Naidoo hat sich nach seinem scharf kritisierten Auftritt am 3. Oktober bei einer Veranstaltung der deutschen „Reichsbürger“ erneut verteidigt. Seine Aussagen gegenüber dem SWR-Magazin „Zur Sache Baden-Württemberg“ schlagen jetzt wieder hohe Wellen.
Von PRO
Der Musiker Xavier Naidoo hat seinen Auftritt am 3. Oktober verteidigt und erntet dafür heftige Kritik

Foto: www.xavier.de

Der Musiker Xavier Naidoo hat seinen Auftritt am 3. Oktober verteidigt und erntet dafür heftige Kritik
Die „Reichsbürger“-Bewegung ist davon überzeugt, dass Deutschland 1945 nicht befreit, sondern lediglich besetzt worden ist. Im Publikum der Demonstration am 3. Oktober soll sich auch der Berliner NPD-Chef Sebastian Schmidtke befunden haben. Im Interview mit Redakteuren des SWR meinte der 43-Jährige Naidoo: „Ich möchte auf Menschen zugehen. Auch zu ‚Reichsbürgern‘. Auch auf die NPD. Das ist mir alles wurst.“

Weiterhin systemkritisch äußern

Er behalte sich das Recht vor, sich „systemkritisch“ zu äußern, „deswegen musste ich zu beiden Veranstaltungen hingehen – zu den Menschen der Mahnwachen und zu den Menschen, die sich ‚Reichsbürger‘ nennen, weil es sind alles Systemkritiker so wie ich. Wir brauchen diese Meinungsfreiheit, um unsere doch nicht ganz massentaugliche Meinung zu sagen“, wird Naidoo zitiert. In Naidoos Heimatstadt Mannheim schlagen die Aussagen des Musikers hohe Wellen. Bereits kurz nach dem 3. Oktober hatten die Mannheimer Grünen eine politische Anfrage diesbezüglich gestellt. Für den Grünen-Stadtrat Gerhard Fontagnier habe sich Naidoo „mit den jüngsten Äußerungen vor der SWR-Kamera komplett ins Abseits befördert“, zitiert ihn Spiegel Online. Oberbürgermeister Peter Kurz (SPD) stieß in das selbe Horn, da Naidoo sich „in die Nähe von Personen stellt, wo er meines Erachtens nicht hingehört.“ Naidoo engagiert sich in in einigen prestigeträchtigen Projekten für die Stadt. Mit seinen „antistaatlichen Positionen“ könne sich Mannheim als Stadt nicht identifizieren.

Als Vorbild und Botschafter nicht akzeptabel

Eine Schlüsselrolle übernimmt Naidoo unter anderem bei der aktuellen Bewerbung Mannheims als Unesco-Musikstadt. Die Grünen wollen eine Fortführung der bisherigen Planung mit Naidoo unter diesen Verhältnissen gründlich überdacht wissen. Als Vorbild und Botschafter für diese Aktionen ist er aus Sicht der Grünen „nicht mehr akzeptabel“. Für Fontagnier steht es außer Frage, dass Naidoo seine Aussagen ernst meint, der Politiker vermisst konkrete Lösungsansätze und Alternativen des Sängers. (pro)
https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/detailansicht/aktuell/xavier-naidoo-auf-dubioser-demonstration-89654/
https://www.pro-medienmagazin.de/kommentar/detailansicht/aktuell/kein-mitleid-fuer-xavier-naidoo-89681/
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