Das christliche Medienmagazin

Nachwuchsjournalistenpreis für engagierte Reporter

Der Christliche Medienverbund KEP hat am Freitag zum zweiten Mal einen Preis für Nachwuchsjournalisten vergeben. Drei junge Journalisten aus ganz Deutschland bekamen die Auszeichnung für Beiträge in säkularen Medien, die dabei helfen, dass der christliche Glaube im Gespräch bleibt. "Der Preis soll dazu Mut machen, in der säkularen Welt Werte zu leben, die am Wort Gottes ausgerichtet sind", sagte die Vorsitzende des Christlichen Medienverbundes KEP, Margarete Hühnerbein.
Von PRO

Foto: pro

Benjamin Piel, Volontär bei der "Schweriner Volkszeitung", wurde für seinen Text "Nächste Ausfahrt: Tod" mit dem ersten Preis (dotiert mit 1.500 Euro) ausgezeichnet. In dem Artikel werden die Eltern einer jungen Frau porträtiert, die kurz vor ihrer Hochzeit bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen war. Piel schildert in dem Artikel, wie die Eltern Trost in der Selbsthilfegruppe des ehemaligen Pfarrers Helmut Sanne finden und so lernen, mit ihrer Trauer umzugehen. Sanne hatte selbst seine beiden Söhne bei Verkehrsunfällen verloren.

Björn Heymer, Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Wetzlar, würdigte Piel in seiner Laudatio als einen "besonders begabten Menschen, der sein Handwerk gelernt hat". Es sei  ihm gelungen, die biblische Weltsicht zum Ausdruck zu bringen, ohne dabei aufdringlich oder belehrend zu sein. Piel selbst sagte, dass Reporter besonders dann ein gutes Ergebnis liefern könnten, wenn ihre Interviewpartner "Herz und Seele" öffnen würden. Dafür sei viel Sensibilität und Taktgefühl notwendig.

"Beten Sie für Neonazis"

Den zweiten Preis (750 Euro) erhielt der Radiojournalist und Blogger Stephan Dreytza aus Greifswald für seinen Radiokommentar "Kann es sein, dass Nazis auch Menschen sind?". In dem Kommentar, der auf "radio 98eins" in Greifswald ausgestrahlt wurde, bezieht Dreytza klar Position gegen einen geplanten NPD-Aufmarsch und stellt zugleich die provokante Frage, ob das biblische Gebot "Liebet eure Feinde" auch für Nazis gilt, und was dies bedeuten würde. "Bei dem Thema kann man sich leicht die Lippen verbrennen", erklärte der Geschäftsführer des Christlichen Medienverbundes KEP, Wolfgang Baake, in seiner Laudatio. Er lobte, dass Dreytza in seinem Kommentar die menschenverachtende Ideologie der Nazis kein bisschen relativiere, aber dennoch auf die in Bibel und Grundgesetz festgelegte Menschenwürde verweise, die für alle Menschen, gleich ihrer Ideologie, gilt. Dreytza appellierte in seiner Dankesrede an das Publikum, für Neonazis zu beten: "Wenn die Politiker ihre Herzen nicht erreichen können – Gott kann es ganz sicher. Sie sollen von ihren schrecklichen Taten ablassen!"

"Offenheit gegenüber Journalisten nicht selbstverständlich"

Der Politik- und Medienwissenschaftler Daniel Kirch, der als Redakteur bei der "Saarbrücker Zeitung" arbeitet, gewann den dritten Preis (500 Euro) für seinen Text "Ein Abenteuer im Dienste Gottes". Er porträtiert darin drei Männer, die sich für das Priesteramt in der katholischen Kirche entschieden haben und beschreibt, wie sie sich trotz der zunehmenden Entkirchlichung der Gesellschaft und den Skandalen um missbrauchte Kinder bewusst der Kirchen hinwenden. "In dem Text wurde auf begrenztem Raum das Wesentliche gesagt, so dass es jeder versteht", sagte der Politologe Dr. Andreas Püttmann in seiner Laudatio. Der Text sei sowohl inhaltlich als auch stilistisch hervorragend gelungen. "Sie informieren auf hohem Niveau gegen den Trend der Zeit", so Püttmann. "Ich danke besonders den Kirchenmännern aus meinem Artikel: Es ist nicht selbstverständlich, mit einem Journalisten so offen über eine intime Angelegenheit wie das Zölibat zu sprechen", sagte Kirch.

Egmond Prill, Leiter der Christlichen Medienakademie des Christlichen Medienverbundes KEP, betonte in einer kurzen Rede die Wichtigkeit der Nachwuchsförderung im Journalismus. "Die KEP will helfen, dass Menschen Orientierung finden – im dichter werdenden Informationsdschungel und einer unübersichtlich gewordenen Welt im Wertewandel. Diese Orientierung ist für uns die Bibel", sagte Prill. "Die Christliche Medienakademie ist eine Plattform, wo junge Journalisten ihre Talente ausbauen und sich vernetzen können."

Der Christliche Medienverbund KEP mit Sitz in Wetzlar ist Herausgeber des Christlichen Medienmagazins pro (www.pro-medienmagazin.de) und des Israelreport (www.israelnetz.com). Die KEP betreibt zudem die Christliche Medienakademie (www.christliche-medienakademie.de), die Seminare zu verschiedenen journalistischen Themen anbietet. Leiter des Gesamtwerkes ist KEP-Geschäftsführer Wolfgang Baake. (pro)

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