Der Medienkonsum bestimmt die Ausstattung vieler Kinderzimmer. Mit diesem Thema befasst sich die neueste Ausgabe des Kindermagazins Dein Spiegel

Welches Gerät brauchen Kinder wirklich?

Die elektronischen Geräte bestimmen mittlerweile die Ausstattung vieler Kinderzimmer. Der Frage, wie viel Technik dort in Ordnung ist, widmet sich die neueste Ausgabe des Kindermagazins Dein Spiegel. Die für Architekten vorgesehene Mindestnorm von vier Steckdosen pro Kinderzimmer reiche schon lange nicht mehr aus.

Mehr als jedes zweite Kind zwischen sechs und elf Jahren besitze laut den Zahlen von 2012 eine eigene Spielkonsole, schreiben die Autoren des Magazins. Knapp die Hälfte der Kinder habe ein Radio, etwas mehr als ein Drittel besitze einen MP3-Player. Darüber hinaus stehe bei einem Viertel der Kinder ein Fernseher im Kinderzimmer. Laut einem Artikel verfüge ein Drittel über ein Handy oder Smartphone. Das eigene Smartphone gehöre auch zu den Topwünschen für das bevorstehende Weihnachtsfest.

Am liebsten mit Freunden treffen

80 Prozent der Eltern machten sich Sorgen, dass die Kinder mit der Vielzahl der technischen Geräte überfordert sind und zu viel Zeit für Fernsehen und Computer aufwenden. Die größte Sorge vieler Eltern sei aber unberechtigt, bilanziert ein Artikel: Kinder würden sich nur noch berieseln lassen und vereinsamen. Die liebste Freizeitbeschäftigung bleibe das Treffen mit Freunden.

Die Dein Spiegel-Redaktion hat zudem getestet, welche Geräte Kinder tatsächlich brauchen. Der Besitz des Handys werde mit der ständigen Erreichbarkeit der Sprösslinge begründet. SMS und Kurznachrichten via WhatsApp sorgten für einen großen Spaßfaktor. Wer kein Handy oder Smartphone besitze, sei aber von vielen Informationsflüssen abgehängt.

Sauschwer, sich nicht ablenken zu lassen

Die Schulen setzten den Besitz oder den Zugang zu einem Computer häufig voraus. 40 Prozent der Zehn- bis 13-jährigen besitze einen eigenen Rechner. Wer den Computer für die Schule nutze, könne begreifen, „dass es sauschwer ist, sich nicht ablenken zu lassen“, schreiben die Autoren. Kein Lerngerät im eigentlichen Sinne ist der Fernseher, auch wenn kindgerechte Sendungen wie logo oder Galileo das Wissen erweiterten. Die Zehn- bis 13-Jährigen verbringen im Schnitt 109 Minuten pro Tag vor dem Fernsehen.

Spaß garantiere die Spielkonsole, deren Spiele in der Anschaffung aber sehr teuer seien. Tablets dagegen würden vornehmlich in Schulen eingesetzt. Privat besäßen die Eltern in den meisten Fällen ein Tablet, das die Kinder mitnutzen können. Ein MP3-Player garantiere, dass die Kinder immer die eigene Musik mit dabei hätten. Die Auswahl der Musik spiele in der Klasse eine wichtige Rolle: damit grenzten sich die Heranwachsenden ab oder schlössen sich zusammen. Keine Rolle in deren Lebenswelt spiele eine separate Digitalkamera.

Dein Spiegel ist ein Ableger des gleichnamigen Nachrichten-Magazins. Es richtet sich an Kinder ab einem Alter von 8 Jahren und informiert altersgerecht und unterhaltsam über aktuelle Themen aus den Bereichen Politik, Kultur, Natur und Technik. Das Magazin erscheint zwölf Mal im Jahr. (pro)

Von: jw

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