Udo Ulfkotte verlässt "Pax Europa"

Vor fast genau zwei Jahren gründete der Journalist und Islamismus-Experte Udo Ulfkotte den islamkritischen Verein "Pax Europa". Am Sonntag trat er aus der Bewegung aus. Karikaturen über Muslime hatten einen Streit innerhalb des Vereins ausgelöst, der auf einer Sitzung in Würzburg nicht geschlichtet werden konnte.

Im Internet kursieren Zeichnungen, die von "Pax Europa"-Mitgliedern als Postkartenmotive veröffentlicht worden waren. Darauf sind Muslime als Schweine, Pädophile und Terroristen abgebildet. Offenbar wurden sie im Auftrag des "Pax-Europa"-Vorsitzenden Willi Schwend ins Internet gestellt. Inzwischen sind sie auch auf belgischen und niederländischen Webseiten zu finden. Eine Karikatur etwa greift den Vorwurf auf, Muslime könnten Kinder heiraten: ein Deutscher fragt einen Araber, neben dem ein Baby sitzt: "Ist das Mädchen noch zu haben?" Der Araber antwortet: "Nein, das ist meine Frau".

Ulfkotte und Vorstandsmitglied Golo Ottweiler hatten bei der Mitgliederversammlung am Sonntag "eine klare Verurteilung dieser rassistischen und womöglich volksverhetzenden Bilder im Stürmer-Stil" verlangt. Muslime würden durch sie unnötig provoziert, und das eigentliche Anliegen einer sachlichen Islamkritik würden sie diskreditierten. Wie "Welt Online" berichtet, lehnte die Mehrheit der rund 120 anwesenden Vereinsmitglieder dies bei sieben Stimmenthaltungen jedoch ab.

Daraufhin forderte Ulfkotte Schwend zum Rücktritt auf. Auch dies fand bei keinem der Anwesenden Zustimmung. Auf der Webseite von "Pax Europa" heißt es, Ulfkotte und Ottweiler hätten während einer Pause ihren sofortigen Austritt aus der Bewegung erklärt und die Versammlung verlassen. Als neues Vorstandsmitglied wurde der Vorsitzende im Landesverband Berlin-Brandenburg, Rene Stadtkewitz, bei einer Stimmenthaltung gewählt.

Laut "Welt Online" erklärte Ulfkotte, er werde nicht noch einmal eine islamkritische Gruppe gründen, denn die Gefahr einer "Unterwanderung durch Rechtsextremisten und Radaubrüder" sei ihm zu groß. Vor dem Frankfurter Oberlandesgericht werde am Donnerstag zudem ein Prozess stattfinden, bei dem verhandelt wird, ob "Pax Europa" volksverhetzend sei. "Welt Online": "Dort könnte Ulfkotte nun als Zeuge auftreten - gegen die von ihm gegründete Bewegung." In einer Presseerklärung schreibt Ulfkotte: "Ich halte den von mir gegründeten Verein inzwischen für brandgefährlich."

Warnrufe vor Islamisierung Europas

Udo Ulfkotte war viele Jahre Redakteur der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" und veröffentlichte zahlreiche Bücher zum Thema Islamismus und Terrorbedrohung. Sein Buch "Der Krieg in unseren Städten" musste 2003 nach Klagen von islamischen Vereinen vom Markt genommen werden. Darin hatte er - mithilfe exklusiver Informationen von deutschen Sicherheitsbehörden - Netzwerke der Islamisten in Deutschland enttarnt und dabei Namen von Personen, Familien und Organisationen genannt, die zum Angriff auf unseren Rechtsstaat rüsteten. "Ihr Ziel: ein islamischer Gottesstaat", schrieb Ulfkotte.

Früher habe er selbst Sympathien für den Islam gehegt und auch in Moscheen gebetet, erklärte der Autor vor vier Wochen in der SWR-Talksendung "Nachtcafé". In der Zeit, als er in muslimischen Staaten lebte, sei er aus der Kirche ausgetreten, weil er dachte, im Islam liege seine Zukunft. Dann habe er aber gemerkt, dass er damit sein eigentliches Wertesystem völlig über Bord geworfen habe. Als er dann nach Deutschland zurückkehrte, sei ihm aufgefallen, wie die Islamisierung vorangeschritten sei. In seinem jüngsten Buch "SOS Abendland - Die schleichende Islamisierung Europas", das im September erschien, äußerte der Journalist die Sorge, dass Europa seine Werte aufgebe. "Wir haben zwar Gesetze in Europa, die eigentlich für alle gelten, aber zugunsten unserer Mitbürger akzeptieren wir inzwischen sogar islamische 'Scharia-Gerichte'. Natürlich gestatten wir Muslimen Polygamie. Und die Stoffkäfig-Haltung von Frauen ist im Straßenbild inzwischen angeblich eine kulturelle Bereicherung", schreibt Ulfkotte. Angesichts der Einweihung immer neuer Moscheen in Deutschland, die nach brutalen Sultanen benannt werden, warnte er erneut vor einer Islamisierung Europas. (PRO)

Von: js

Sie können sich über Disqus, facebook, Twitter oder Google anmelden um zu kommentieren. Bitte geben Sie einen Namen, unter dem Ihr Kommentar veröffentlicht wird, und eine E-Mail-Adresse ein. Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Um Missbrauch zu vermeiden, werden wir Ihren Kommentar erst nach Prüfung auf unserer Seite freischalten. Wir behalten uns vor, nur sachliche und argumentativ wertvolle Kommentare online zu stellen. Bitte achten Sie auch darauf, dass wir Beiträge mit mehr als 1600 Zeichen nicht veröffentlichen. Mit Abgabe des Kommentars erkennen Sie die Nutzungsbedingungen an.

Datenschutz
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Moderation
Die Moderation der Kommentare liegt allein bei der Christlichen Medieninitiative pro e.V. Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in den Nutzungsbedingungen.

comments powered by Disqus