Brüssel verbietet anti-islamistische Demonstration

B r ü s s e l (PRO) – Der Bürgermeister von Brüssel, Freddy Thielemans, hat eine für den 11. September geplante anti-islamistische Demonstration in der belgischen Hauptstadt untersagt. Wie belgische Medien am Freitag berichteten, befürchte der Bürgermeister, dass es zu Zusammenstößen zwischen Teilnehmern der Demonstration und Muslimen in Brüssel kommen könnte.

Die Entscheidung sei zudem nach Beratungen mit der Polizei und weiteren Diensten getroffen worden. Die Organisation "Stop the Islamisation of Europe" (SIOE) wollte zum Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September 2001 vor dem Europaparlament in Brüssel eine Demonstration veranstalten. Zu der Kundgebung hatten sich nach Angaben von SIOE bereits mehr als 20.000 Personen aus mehreren europäischen Staaten angemeldet.

"Gegen vorauseilenden Gehorsam gegenüber dem Islam"

Hinter der Organisation stehen die anti-islamistische Gruppe SIAD, die britische "No Sharia" und der deutsche Verein "Pax Europa", der von dem Terrorexperten Udo Ulfkotte gegründet wurde. Die Organisatoren wollten "gegen vorauseilenden Gehorsam gegenüber dem Islam sowie für Frauen-, Menschen- und Bürgerrechte" demonstrieren, heißt es auf der Internetseite von "Pax Europa", www.akte-islam.de. Geplant gewesen sei auch eine Schweigeminute für die Opfer der Terroranschläge des 11. September 2001.

"Mit der Polizei wurde eine Demonstrationsroute abgesprochen und auch in Augenschein genommen. Alle weiteren Punkte wurden geklärt. Der sozialistische Bürgermeister Freddy Thielemans ließ nun über die belgische Nachrichtenagentur mitteilen, die Demonstration sei ihm in einer von vielen Muslimen bewohnten europäischen Stadt 'zu gefährlich'", heißt es auf der Internetseite zu dem Demonstrationsverbot. Der Verein wolle zudem das Verbot richterlich prüfen lassen.

Von: pro

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