Hanne Haller gestorben: Sängerin und überzeugte Christin

M ü n c h e n (KEP) - Die bekannte Schlagersängerin und überzeugte Christin Hanne Haller ist am Dienstag im Alter von 55 Jahren gestorben. Eine entsprechende Meldung der Online-Ausgabe der "Bunte" wurde der Deutschen Presse-Agentur (dpa) am Dienstagabend aus dem Umfeld der Künstlerin bestätigt.

Die Sängerin wurde bekannt durch Lieder wie "Mein lieber Mann" oder "Samstagabend". Seit über 25 Jahren war sie erfolgreich im Musikgeschäft. Zuletzt hatte Hanne Haller Alben unter den Titeln "Mitten im Licht" und "Gute Nachricht" veröffentlicht und darin in Lieder wie "Vater unser", "Halleluja" oder "Wir sind nur Gast auf Erden" von ihrem christlichen Glauben gesungen.

Singen von der Liebe zu Gott

Bereits im Februar 2004 haben wir im Christlichen Medienmagazin "pro" mit Hanne Haller über ihren Weg mit Gott gesprochen. "Es geht (in den Liedern) um meine ganz große Liebe zur Schöpfung und ihrem Schöpfer, diese Liebe ist letztendlich mein wichtigstes Lebensgefühl", sagte Hanne Haller damals zu Ralf Schroeter, Geschäftsführer des Plattenlabels J-Star, der für die "pro" mit der bekannten Sängerin gesprochen hatte. Wir dokumentieren das Interview in Auszügen.

pro: Vor kurzem sagten Sie mir gegenüber den Satz: "Mit Gott geht alles besser." War das nur so dahingesagt?
Hanne Haller: Nein, ganz und gar nicht, das meine ich ernst. Ich habe ein Gebet geschenkt bekommen und das nehme ich mir fast jeden Morgen vor und lese es. Das tut mir gut. Mit Gott geht wirklich alles besser. In meinem Leben ist das jedenfalls so.

pro: Auf Ihrer neuen Platte "Mitten im Licht" singen Sie von Erlebnissen mit und von dem Glauben an Gott. Handeln diese Lieder von dem inneren Reichtum, den Sie meinen?
Hanne Haller: Das kann man so sagen. Vor über zehn Jahren habe ich eine Weihnachts-LP herausgebracht, auf der unter anderem das Lied „Vater unser“ enthalten war. Doch dieses Lied wurde überhaupt nicht beachtet. Dabei lag es mir so auf dem Herzen, ich habe manchmal dafür gebetet, dass dieses Lied nicht untergeht. Und Ende vergangenen Jahres fing plötzlich der NDR an, genau das Lied zu spielen. Ich war gerade dabei, „Mitten im Licht“ zu produzieren. Da passte „Vater Unser“ perfekt dazu - und schon sind wir mit dem Lied in den Charts.

pro: Bei der Produktion Ihrer neuen Platte haben Sie gesagt: „Jetzt kommt das raus, was immer schon in mir war“. Was war der Auslöser dafür?
Hanne Haller: Sie werden lachen! Ich habe bei den beiden letzten Grand-Prix-Wettbewerben gesehen, dass Gruppen auftraten, die das Thema Glaube berührten und sogar sehr weit vorne gelandet sind...

pro: ... Sie meinen „Normal Generation?“ und „Beatbetrieb“...
Hanne Haller: ... genau. Darüber habe ich mich sehr gefreut. Den Erfolg beider Gruppen, den Umstand, dass mein Lied „Vater Unser“ so sehr gefragt war, habe ich durchaus als Zeichen angesehen. Ich habe meinen Mut zusammengenommen und meiner Plattenfirma BMG gesagt: „Ich möchte nicht noch mehr Liebeslieder machen. Und wenn, dann Liebeslieder pur, die von mir zu Gott kommen.“ Gott ist auch durch Lieder immer erreichbar, nicht nur in einer Kirche. Also nehme ich jetzt einfach meinen Namen, um ein Werkzeug zu sein. Im Übrigen: In all den Jahren meiner Karriere als Sängerin habe ich immer wieder Lieder gesungen, die von Gott und dem Glauben an ihn handelten. Denn ich bin in einer gläubigen Familie aufgewachsen, wofür ich sehr dankbar bin. Obwohl mir manchmal die Kirchgänge zu viel wurden. Aber der Weg mit Gott ist doch ein Gehen seit langer Zeit.

Von: AD

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