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Nach Wahlsieg: Joe Biden zitiert Bibel

Der neu gewählte amerikanische Präsident Joe Biden hat in seiner ersten Rede als „President-elect“ Bezug zur Bibel genommen. Außerdem erinnerte er an einen Ratschlag, den ihm seine Großeltern mitgegeben haben.
Von Nicolai Franz
Joe Biden wird am 20. Januar 2021 als 46. US-Präsident vereidigt

Foto: Joe Biden

Joe Biden wird am 20. Januar 2021 als 46. US-Präsident vereidigt

In seiner ersten Rede nach den US-Wahlen hat der zukünftige Präsident Joe Biden versprochen, der Präsident für alle Amerikaner zu sein. Er sehe es als seine Aufgabe, das Land zu einen und nicht zu spalten. Bei der Veranstaltung am Samstag in seiner Heimatstadt Wilmington im US-Bundesstaat Delaware nahm der 77-Jährige auch Bezug zur Bibel: „Die Bibel sagt uns, dass alles seine Zeit hat. Bauen hat seine Zeit, Ernten hat seine Zeit, Säen hat seine Zeit und es gibt eine Zeit des Heilens.“ Diese Zeit sei nun in den USA angebrochen. Biden bezog sich dabei auf die gesellschaftlichen Spaltungen im Land und die anhaltende Corona-Pandemie. Er kündigte an, ein Expertengremium zur Bekämpfung des Virus einzusetzen. Bevor die Pandemie nicht unter Kontrolle gebracht sei, könnten weder die Wirtschaft repariert werden, noch die kostbarsten Momente des Lebens genossen werden, sagte Biden.

Der regelmäßige Kirchgänger zitierte in seiner Rede außerdem ein katholisches Kirchenlied: „Er wird dich erheben auf den Flügeln eines Adlers. Er trage dich auf dem Atem der Morgenröte. Er lasse dich scheinen wie die Sonne und halte dich in seiner Hand.“ In schwierigen Zeiten seines Lebens habe ihm das Lied Trost gegeben. Er hoffe, dass viele Amerikaner dadurch ebenfalls Trost erfahren. Abschließen erzählte Biden eine Anekdote aus seiner Kindheit. Sein Großvater habe ihn eines Tages gelehrt, stets den Glauben zu behalten. Seine Großmutter habe darauf erwidert: „Nein, du sollst ihn verbreiten.“

Biden ist nach John F. Kennedy der zweite US-Präsident, der bekennender Katholik ist. Er wurde katholisch erzogen und von Nonnen unterrichtet. Im Laufe seiner langen politischen Karriere hat er mehrere Schicksalsschläge erlitten. Seine erste Frau starb, auch sein Sohn Beau kam vor Jahren ums Leben. An seiner Hand trägt Biden bis heute einen Rosenkranz, der seinem Sohn gehörte. Als Triebfeder für seine Einstellung in sozialpolitischen Fragen hat Biden Ende 2019 einen Vers aus dem Matthäusevangelium genannt: „Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.“

Von konservativen Kreisen wird Biden immer wieder für seine Haltung beim Thema Abtreibung kritisiert. Zwar spricht er sich persönlich gegen Abtreibung aus, unterstützt aber das Recht auf Abtreibung.

Von: Nicolai Franz und Martin Schlorke

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