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Nach Sex-Skandal: Klopp distanziert sich von Versicherungskonzern

Für über 80.000 Euro soll der Versicherungskonzern Hamburg-Mannheimer im Juni 2007 eine Sexparty mit Prostituierten in Budapest organisiert haben. Der Werbe-Star des Unternehmens, der Fußballtrainer und gläubige Christ Jürgen Klopp, will seinen Vertrag deshalb nun ruhen lassen.

Von PRO

Foto: Christopher Neundorf

Die Hamburg-Mannheimer soll ihren erfolgreichsten Vertretern im Rahmen der ausschweifenden Betriebsfeier unter anderem Prostituierte bezahlt haben. Klopp, Trainer des deutschen Fußballmeisters Borussia Dortmund, hat deshalb angekündigt, seine Mitarbeit bei "Ergo", dem Mutterkonzern der Hamburg-Mannheimer, zu beenden. "Was man von dieser Reise liest, kann man nur aufs Schärfste verurteilen", sagte Klopps Berater Marc Kosicke dem "Handelsblatt". "Wir verlangen eine lückenlose Aufklärung. Solange nicht klar ist, ob heute noch Teilnehmer der Reise für die Hamburg-Mannheimer aktiv sind, wird Herr Klopp keine Vorträge mehr für das Unternehmen halten." Klopp ist seit 2010 Botschafter der Hamburg-Mannheimer. Bisher hielt er unter anderem Motaivationsseminare für Mitarbeiter des Konzerns.

Wie das "Handelsblatt" berichtet, hatte die Hamburg-Mannheimer die traditionsreiche Gellert-Therme in Budapest in eine Art Freiluftbordell verwandelt. Den Mitarbeitern sollen 20 Prostituierte zu Diensten gewesen sein. "Am Eingang wurden ich und die anderen Teilnehmer durchsucht, wie bei einer Sicherheitskontrolle am Flughafen", versicherte einer der Gäste laut "Handelsblatt" an Eides statt. Es sei "bei Strafe verboten" gewesen, Fotos oder Filme von der Veranstaltung zu machen. Nach dem Einlass, zitiert die Zeitung einen anderen Teilnehmer, "kamen die Damen und zeigten uns, was sie hatten. Allen Beteiligten war klar, dass es sich um Nutten handelte". Ein Gast erklärte weiter, die Frauen hätten rote und gelbe Bändchen getragen. "Die einen waren als Hostessen anwesend, die anderen würden sämtliche Wünsche erfüllen. Es gab auch Damen mit weißen Bändchen. Die waren aber reserviert für die Vorstände und die allerbesten Vertriebler." Das "Handelsblatt" zitiert weiter: "Jeder konnte mit einer der Damen auf eines der Betten gehen und tun, was er wollte. Die Damen wurden nach jedem solcher Treffen mit einem Stempel auf ihrem Unterarm abgestempelt. So wurde festgehalten, welche Dame wie oft frequentiert wurde." Das Unternehmen "Ergo" prüft derzeit weitere Veranstaltungen der Hamburg-Mannheimer. Nach jetzigem Kenntnisstand soll es sich bei der Feier um einen Einzelfall gehandelt haben.

Jürgen Klopp gilt als gläubiger Christ. Medienvertretern gegenüber hat er immer wieder Stellung zum Glauben genommen und ihn als "moralischen Leitfaden" für sein Leben bezeichnet. Der "Bild"-Zeitung sagte er 2008: "Auch wenn ich manchmal tagsüber so viel zu tun habe, dass ich beim Abendgebet einschlafe. Auf alle Fälle beende ich jeden Tag mit einem Gebet. Grundsätzlich gibt es in meinem Leben unglaublich viele Gründe, mich im Minutentakt bei Gott zu bedanken. Aber auch in Phasen, in denen es mir nicht immer so gut ging, war mein Glaube gleich stark." (pro)

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