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Mutmaßlicher BVB-Attentäter: Verbindung zu Freikirche

Der Deutschrusse Sergej W., der im Verdacht steht, das Bombenattentat auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund durchgeführt zu haben, besuchte offenbar regelmäßig eine Freikirche. Das berichtet die Nachrichtenseite Spiegel Online.
Von Jörn Schumacher
Nur durch viel Glück blieben die meisten Insassen des Mannschaftsbusses von Borussia Dortmund unverletzt

Foto: Max Pixel

Nur durch viel Glück blieben die meisten Insassen des Mannschaftsbusses von Borussia Dortmund unverletzt

„Kirchgänger, Elektrotechniker, Außenseiter“, mit diesen Worten beschreibt Spiegel Online Sergej W. Der 28-Jährige steht unter Verdacht, das Bombenattentat auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund durchgeführt zu haben. Drei mit Metallteilen versehene Sprengsätze hatte er offenbar über eine Strecke von zwölf Metern verteilt, an denen der Bus vorbeifuhr. Sergej W. hatte die Bomben offenbar über Funk ausgelöst.

Die Ermittler der Bundesanwaltschaft werfen dem Deutschrussen vor, auf einen Gewinn an der Börse spekuliert zu haben. Er soll sich 40.000 Euro geliehen haben und damit auf einen Kursrutsch der BVB-Aktie gesetzt haben. Am Tatort fand die Polizei drei Bekennerschreiben mit fingiertem islamistischem Hintergrund. Nur durch Glück blieben die meisten Spieler unverletzt.

Die Polizei nahm am Freitagmorgen Sergej W. auf dem Weg zur Arbeit fest. Er arbeitet in einem Heizwerk des Mannheimer Energieversorgers MVV, welches die Uni-Klinik Tübingen versorgt.

Der Spiegel schreibt: „In der Volksmission, einer evangelischen Freikirche in der Nähe der Elternwohnung, besuchte W. gelegentlich den Gottesdienst. Das bestätigt Christoph Fischer, der Pastor der Gemeinde. Der junge Russlanddeutsche habe aber keine Funktionen in der Gemeinde bekleidet.“ Fotos im Internet zeigten W. im Kreis anderer junger Leute beim Weihnachtsbacken in der Freikirche. In einer Mitteilung der Freikirche heißt es: „Wir beten für die Opfer und Betroffenen“.

Die Volksmission Freudenstadt teilte mit, man wolle sich an „Spekulationen über die Tat, den möglichen Täter oder dessen eventuelle Motive“ nicht beteiligen. In einer Erklärung heißt es: „Öffentlich einsehbare Bilder im Internet zeigen, dass Sergej W. in der Vergangenheit wiederholt Gottesdienste und Jugendveranstaltungen der Volksmission Freudenstadt besuchte. Sergej W. war zu keinem Zeitpunkt Mitglied der Volksmission oder in irgendeiner Funktion dort engagiert.“ Die Gemeinde wolle grundsätzlich keine weiteren Angaben zu den Besuchern ihrer Veranstaltungen oder zu seelsorgerlichen Tätigkeiten der Mitarbeiter machen. (pro)

von: js

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