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Muslime: Untaten haben mit Islam nichts zu tun

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland hat sich von den Terrortaten der IS im Irak distanziert. Deren Verbrechen hätten mit dem Islam nichts zu tun, sagte der Vorsitzende des Rats, Aiman Mazyek.
Von PRO
Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland, hat sich erneut von den Taten der IS im Irak distanziert

Foto: pro Anna Lutz

Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland, hat sich erneut von den Taten der IS im Irak distanziert
Die „Untaten“ der IS hätten „mit dem Islam, dem Koran und der muslimischen Lebensweise nichts zu tun“, zitierte der Münchener Merkur Mazyek am Donnerstag. Es sei eine Schande, die christliche Gemeinde aus Mossul zu vertreiben, das habe der Zentralrat bereits erklärt. Damit begegnete Mazyek Forderungen wie etwa von CDU-Fraktionschef Volker Kauder, die muslimischen Verbände sollten sich von der Gewalt der Radikalen im Irak distanzieren. Es gebe innerhalb der über 2.000 muslimischen Gemeinden keine Sympathisanten mit den Dschihadisten, erklärte der Zentralrats-Vorsitzende, und weiter: „Den sogenannten Islamismus bekämpft man nun mal am besten mit dem Islam. Also mit Unterstützung der Gemäßigten.“ Zugleich kritisierte er, dass die Bundesregierung nicht schon der Verfolgung sunnitisch-muslimischer Gruppen in Syrien entgegengewirkt habe. „Es ist gut und richtig, dass jetzt den Jesiden geholfen wird. Aber warum hat man mit der Bekämpfung der Ursachen des Übels zum Beispiel in Syrien so lange gewartet?“, fragte er. Auch auf die Situation in Israel nahm Mazyek im Interview Bezug: Es gebe „Häme und Schadenfreude“ auf beiden Seiten, wenn Israelis oder Palästinenser verletzt oder getötet würden. „Wir müssen deshalb vor allem in Deutschland dafür sorgen, dass der Funke, den die Krisen und Verwerfungen im Nahen Osten erzeugen, nicht auf Deutschland überspringt. Das erfordert, dass alle Religionsgemeinschaften zusammenhalten“, forderte er. Zwar sei es richtig, wenn deutsche Muslime für Gaza und den Frieden demonstrierten. Zugleich sollten sie aber auch für jene auf die Straße gehen, „die fälschlich im Namen des Islams leiden“. (pro)
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