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Mose musiziert auszugsweise in St. Gallen

Im Theater St. Gallen wurde am Samstag das Musical „Moses – Die 10 Gebote“ uraufgeführt. Die Inszenierung folgt einem Trend des deutschsprachigen Schauspiels, biblische Themen aufzugreifen.
Von PRO

Foto: Toni Suter

„Das Christentum ist in aller Munde“, stellt Katja Baigger von der Neuen Züricher Zeitung (NZZ) fest. Neben den „Gottesdienst-Shows der Freikirchen“ und der anstehenden Papstwahl sei dafür auch das Schauspiel verantwortlich: Die Bühnen im deutschsprachigen Raum befassen sich verstärkt mit Themen aus der Bibel – als „Urquelle der Erzählkultur“.

Jüngster Beleg für diesen Trend ist das Musical „Moses – Die 10 Gebote“, das am vergangenen Samstag im Theater St. Gallen uraufgeführt wurde. Inszeniert vom britischen Theaterregisseurs Martin Duncan, erzählt es die Geschichte des Auszugs der Israeliten aus Ägypten.

Das Stück geht aus einem Auftragswerk der Evangelischen Kirche in Deutschland hervor. Diese hatte sich zur Eröffnung der Initiative „RUHR.2010 – Kulturhauptstadt Europas“ ein Chorwerk zum Thema „Die Zehn Gebote“ gewünscht. Der Librettist Michael Kunze („Tanz der Vampire“) und der Pop-Komponist Dieter Falk verfassten ein Pop-Oratorium, das 2010 in Dortmund uraufgeführt wurde. Der Direktor des Theaters St. Gallen, Werner Signer, regte an, es für die Bühne zu adaptieren.

Die Aufführung ist nur lose an die biblische Vorlage angelehnt – Mose stirbt etwa nicht vor der Ankunft im Gelobten Land. Stilistisch bewegen sich die Lieder zwischen Pop, Gospel und Rock, für Baigger grenzen sie mitunter an Kitsch. Dennoch sei der Auftritt des Ensembles eine „beachtliche Leistung“, die das St. Gallener Publikum mit stehenden Ovationen bedachte.

In der aktuellen Ausgabe von pro befassen wir uns mit dem Trend im deutschsprachigen Schauspiel, biblische Themen aufzugreifen. Unter anderem haben wir für Sie das Werk „Die Apokalypse“ von Theaterregisseur Ulrich Rasche besucht. Die pro 1/2013 können Sie kostenlos und unverbindlich unter der Telefonnummer 06441/915151, via E-Mail an info@pro-medienmagazin.de oder online bestellen. (pro)


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