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Mortler: „Selbsthilfe ist ein wichtiger Ansatz“

Der christliche Sucht-Selbsthilfe-Verband Blaues Kreuz in Deutschland feiert in diesem Jahr sein 130-jähriges Bestehen. Zum Bundestreffen in Wetzlar kamen am Wochenende rund 1.500 Mitglieder in der Rittal-Arena zusammen. Das Motto des Kongresses lautet „Rein ins Leben“.
Von PRO
Der christliche Sucht-Selbsthilfe-Verband Blaues Kreuz in Deutschland feierte in Wetzlar sein 130-jähriges Bestehen

Foto: pro

Der christliche Sucht-Selbsthilfe-Verband Blaues Kreuz in Deutschland feierte in Wetzlar sein 130-jähriges Bestehen

Schirmherrin des Blaues-Kreuz-Bundestreffens, das alle fünf Jahre stattfindet, ist die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler. In einem schriftlichen Grußwort bezeichnete sie Selbsthilfegruppen als festen Bestandteil des deutschen Suchthilfesystems, auf das Deutschland stolz sein könne. „Besonders im Hinblick auf die Präventionsarbeit und somit auf Kinder, die ihr ganzes Leben noch vor sich haben, ist die Selbsthilfe mit den Erfahrungen ihrer engagierten Beteiligten ein wichtiger Ansatz“, schrieb Mortler.

Zukunftswerkstatt mitgestaltet

Um die Hilfsangebote des Blauen Kreuzes in Deutschland weiterzuentwickeln, hatten in den vergangenen vier Jahren fünf Projektgruppen in einer Zukunftswerkstatt an den Themen Auftrag, Visionen, Struktur, Zielgruppen und Kommunikation der Sucht-Selbsthilfe gearbeitet. Die Ergebnisse präsentierten sie im Rahmen des Bundestreffens und durch Orientierungspapiere. Außerdem wurden Workshops zu Glaubens-, Lebens- und Suchtthemen sowie verschiedene Aktionen angeboten.
In vielen Wortbeiträgen wurde deutlich gemacht, dass das Blaue Kreuz Geschichten schreibe, in denen sich Leben Bahn breche und Heilung geschehe. „Glauben Sie an Gott. Glauben Sie an sich und glauben Sie an die Zukunft. Bleiben Sie wach und mutig. Schauen Sie auf das Gemeinsame und nicht auf das, was Sie trennt“, sagte Klaus Fuchs, der den Prozess in den vergangenen fünf Jahren als Moderator begleitet hat. Ziel müsse es sein, auch unter den gesellschaftlichen Veränderungen kompetente Hilfe anzubieten. Im Festgottesdienst am Sonntag erzählten viele Menschen aus dem Blauen Kreuz über ihre Lebensschicksale. Die Festansprache hielt der Journalist, Buchautor und Liedermacher Jürgen Werth.

1.100 Gruppen an 400 Standorten

Das Blaue Kreuz in Deutschland e. V. entstand 1884/85 und zählt zurzeit rund 5.500 eingetragene Mitglieder. Diese betreuen an über 400 Standorten in über 1.100 Gruppen und Vereinen vor allem alkohol- und medikamentenabhängige Menschen. Dabei werden die Veranstaltungen wöchentlich von rund 20.000 Suchtkranken und deren Angehörigen besucht.
Rund 415 hauptamtliche Mitarbeiter sind unter anderem tätig in der Unterstützung der ehrenamtlichen Mitarbeiter sowie in ambulanten und stationären Einrichtungen der Suchthilfe. Der christliche Suchthilfe-Verband gehört als Fachverband dem Diakonischen Werk der EKD an und ist unter anderem Mitglied des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes sowie der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e. V. (DHS). Bundesvorsitzender ist Dr. Klaus Richter (Elbingerode). (pro)

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