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„Moralisches Fehlverhalten“: Justin Biebers Pastor entlassen

Der langjährige Freund und geistliche Berater des Popsängers Justin Bieber, Carl Lentz, hat wegen „moralischem Fehlverhalten“ die Hillsong-Kirche in New York City verlassen. Der Gründer von Hillsong, Brian Houston, teilte mit, es werde eine Untersuchung geben.
Von PRO
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Beim Hillsong-Ableger von New York City und der US-Osküste trat der langjährige Pastor und Freund von Justin Bieber, Carl Lentz, von seinem Amt zurück
Beim Hillsong-Ableger von New York City und der US-Osküste trat der langjährige Pastor und Freund von Justin Bieber, Carl Lentz, von seinem Amt zurück

Bereits vor zwei Wochen hatte der langjährige amerikanische Hillsong-Pastor Carl Lentz über Instagram mitgeteilt, dass er die Gemeinde verlassen habe. Der 41-Jährige schrieb neben einem Foto von sich, seiner Frau und seinen drei Kindern: „Unsere Zeit bei Hillsong NYC ist zu Ende.“ Er sei seinem Amt als Pastor nicht gerecht geworden, was beinhalte, die Kirche und Gott zu ehren. „Ich war in meiner Ehe untreu, sie ist die wichtigste Beziehung in meinem Leben. Ich trage dafür allein die Verantwortung.“ In den vergangenen Jahren sei es ihm nicht gelungen, seine Aufgabe ordentlich zu erfüllen und „seinen eigenen Geist zu schützen“, seine „Seele neu zu füllen“ und Hilfe zu suchen, wo es notwendig gewesen wäre.

Lentz ist seit vielen Jahren Freund und enger geistlicher Berater des kanadischen Popsängers Justin Bieber. Rund zehn Jahre arbeitete Lentz für die Hillsong-Gemeinde für den Bereich New York City und die Ostküste. Er hatte viele Kontakte zu Prominenten aus dem Show-Geschäft, unter anderem mit den Fernsehstars Kylie and Kendall Jenner und der Schauspielerin Vanessa Hudgens. Auch das Ehepaar Hailey und Justin Bieber gehörte zum engen Freundeskreis; Lentz hatte Bieber in der Badewanne des NBA-Basketballspielers Tyson Chandler getauft. Er versuche nun, das Vertrauen seiner Ehefrau und seiner Kinder wiederzuerlangen, schrieb Lentz. An seine Follower gerichtet schreibt er: „Ich bete dafür, dass ihr mir vergeben könnt, und dass es irgendwann eine Zeit geben wird, wo ich wieder euer Vertrauen genießen kann.“

Hillsong-Gründer: Es gibt eine Untersuchung

Brian Houston, Gründer von Hillsong, schrieb am Donnerstag über Twitter: „Wir führen eine unabhängige Untersuchung im innersten Mitarbeiterkreis von Hillsong New York City/Ostküste durch. Wir brauchen eine solide Grundlage für einen Neustart.“ Houston hatte 1983 mit seiner Frau in Sydney die erste Hillsong-Gemeinde mit dem Namen „Hills Christian Life Centre“ gegründet. Mittlerweile gibt es Ableger in 20 Ländern. Unklar ist, ob die Untersuchung Carl Lentz betrifft. Lentz selbst bezog dazu bisher nicht öffentlich Stellung.

Wie der amerikanische Fernsehsender NBC berichtet, teilte ein Sprecher der Hillsong-Gemeinde in einer E-Mail an die Presse mit, dass die Untersuchung anberaumt wurde, nachdem mehrere Menschen Fragen und Sorgen geäußert hatten. In der Stellungnahme heißt es: „Es ist wichtig, dass wir die Wahrheit herausbekommen und dann alles tun, um sicherzustellen, dass die Kirche ein Ort ist, an dem man Gott verherrlichen kann in allem, was man sagt und tut.“

Die Boulevardzeitung New York Post berichtet, dass Lentz bereits am 23. Oktober, also elf Tage vor seinem Geständnis bei Instagram, seine Villa in Montclair, New Jersey, für 1,5 Millionen Dollar zum Verkauf angeboten hat. Lentz hatte das über eintausend Quadratmeter große Anwesen 2017 für 1,2 Millionen Dollar gekauft.

Von: Jörn Schumacher

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