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Mobbing: Alltag im britischen Mediengeschäft

Mehr als die Hälfte aller britischen Journalisten, Schauspieler und Autoren hatte schon einmal Probleme mit Mobbing im Job. Das ergab eine Studie des britischen Medienverbandes Federation of Entertainment Unions. In einigen Fällen führte auch das Bekenntnis zum christlichen Glauben zu Diskriminierungen.
Von PRO
Mobbing am Arbeitsplatz gibt es besonders häufig in der britischen Medienbranche
Mobbing am Arbeitsplatz gibt es besonders häufig in der britischen Medienbranche
Insgesamt gaben 56 Prozent der Befragten an, von Kollegen oder dem Chef schon einmal gemobbt, schikaniert oder diskriminiert worden zu sein. Oft geht das Mobbing vom Vorgesetzten aus, die Hälfte der Befragten nannte aber auch Kollegen als Verursacher der Schikane, berichtet die Nachrichtenagentur Pressetext unter Berufung auf die Studie. Bei britischen Lokalzeitungen sei die Mobbingrate besonders hoch: Alle Befragten, die dort arbeiten, gaben an, schon einmal gemobbt worden zu sein. Bei überregionalen britischen Zeitungen liegt der Wert bei 70 Prozent. 4,6 Prozent der Befragten ist außerdem der Ansicht, Auslöser für das Mobbing sei ihre religiöse Überzeugung gewesen. Dies sei in 96,5 Prozent der Fälle von Kollegen ausgegangen. Die meisten der Opfer waren nach Angaben der Studie Christen. In der Theaterbranche habe das Bekenntnis zum christlichen Glauben zu „bösartigem Mobbing und Ausgrenzung“ geführt.

Beförderung für Sex mit dem Chef

Nur jeder dritte Betroffene meldet die Vorkommnisse, aus Angst, den Job zu verlieren. Viele Medienschaffende seien mit Kurzzeitverträgen angestellt oder freischaffend. Um keine Aufträge zu verlieren, verzichteten sie auf Beschwerden, heißt es in der Studie. Viele glaubten außerdem, die Mitarbeiter seien austauschbar. Michelle Stanistreet von der britischen Journalistengewerkschaft NUJ erklärte, es gebe Berichte, dass oft mehrere Reporter auf eine Story angesetzt würden und dadurch der Druck steige: „Jeder hatte Angst, einen falschen Schritt zu tun. Reporter wurden dazu ermutigt, sich gegenseitig auszustechen.“ Weiblichen Journalisten sei zudem des öfteren eine Beförderung versprochen worden, wenn sie mit ihrem Chef Sex hätten. Für die Studie wurden 4.000 britische Journalisten, Schauspieler, Autoren und andere Beschäftigte im Kreativsektor befragt. Im Vergleich zu anderen Studien sind die Ergebnisse erschütternd: Im Gesundheitssektor oder in Lehrerberufen berichteten nur 20 bis 25 Prozent von Problemen mit Mobbing, teilte das Nachrichtenportal Pressetext mit. (pro)
https://www.pro-medienmagazin.de/medien/internet/detailansicht/aktuell/emschikaniert-und-blossgestelltem/
https://www.pro-medienmagazin.de/paedagogik/detailansicht/aktuell/usa-kinder-nach-emcyber-mobbingem-festgenommen/
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