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Mitgliederzahl sinkt, Aufnahmen und Taufen steigen

Die Zahl der EKD-Mitglieder ist 2016 weiter gesunken. Grund ist der demografische Wandel.
Von PRO
Vor gänzlich leeren Kichenbänken braucht sich die EKD vorerst nicht zu fürchten
Vor gänzlich leeren Kichenbänken braucht sich die EKD vorerst nicht zu fürchten

Am Freitag hat die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) Zahlen über den Stand ihrer Mitglieder veröffentlicht. Demnach ist die Mitgliederzahl in den 20 Gliedkirchen der EKD im Jahr 2016 weiter gesunken, wenn auch nur leicht. Zum Stichtag 31.12.2016 gehörten noch insgesamt 21.922.187 Menschen der EKD an. Das ist ein Rückgang von 1,57 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Am 31.12.2015 waren 22.271.927 Menschen Mitglied in einer der EKD-Gliedkirchen. Als Grund für den Rückgang nennt die EKD den demografischen Wandel in Deutschland. Im Jahr 2016 verstarben rund 340.000 Mitglieder der evangelischen Kirche. Zurückgegangen ist auch die Zahl der Kirchenaustritte. Nach der aktuellen Berechnung auf Basis der gemeldeten vorläufigen Zahlen aus den Gliedkirchen der EKD traten demnach 2016 rund 190.000 Menschen aus der Kirche aus. Im Jahr zuvor waren es noch 210.000 gewesen. Das ist ein Rückgang bei den Austritten von rund 10 Prozent.

Einer Pressemitteilung der EKD vom Freitag zufolge traten im Jahr 2016 weniger Menschen aus der evangelischen Kirche aus, als Mitglieder im selben Zeitraum durch Taufe (180.000) oder Aufnahme (25.000) hinzukamen. Das ist seit drei Jahren erstmals der Fall. Die EKD sieht darin die Bestätigung einer Kirchlichen Mitgliedschaftsuntersuchung (KMU) aus dem Jahr 2014. Die war zu dem Ergebnis gekommen, dass die Verbundenheit der Mitglieder mit ihrer Kirche im vergangenen Jahrzehnt gestiegen ist.

Von: nob

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