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Mit Nächstenliebe in die Politik

Er hat es geschafft: Der Hamburger Wirtschaftssenator Ian Kiru Karan hat als Tellerwäscher begonnen und ist nun Millionär. In der Hansestadt baute sich der bekennende Christ ein Wirtschaftsimperium auf.
Von PRO

Foto: Paddy's D90s/flickr

Es ist der Inbegriff des so genannten "Amerikanischen Traums" – nur, dass sich Karans Geschichte irgendwo zwischen Sri Lanka und Deutschland abspielt. Karan ist der Sohn einer Bauerntochter und eines Militärpiloten. Er wurde in Jaffna geboren, der Hauptstadt der Nordprovinz Sri Lankas. Seine Mutter starb bei der Geburt im Jahr 1939, sein Vater wurde über Nordafrika abgeschossen, berichtet die Tageszeitung "Die Welt".

Als Waise wuchs er in einem methodistischen Internat auf. Dort lernte der schmächtige Junge boxen. Schließlich ging er im Alter von 16 Jahren auf Grund eines Sportstipendiums nach London. Mit 19 Jahren begann er an der "London School of Economics" ein Wirtschaftsstudium. Doch die Eliteuniversität exmatrikulierte den Wirtschaftsstudenten wegen häufiger Fehlzeiten, bekannte Karan in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Daraufhin ging er nach Hamburg. Als Tellerwäscher verdiente er seinen Lebensunterhalt in einem vegetarischen Restaurant.

Später erhielt er eine Stelle in der Logistikbranche und arbeitete sich hoch. Im Jahr 1975 wurde er Firmenchef des Logistikunternehmens "Clou Container". Mit der Gründung seiner Container-Firma "Capital Intermodal" wurde er schließlich Multimillionär. In Hamburger Kreisen hat man ihn ehrenvoll zum "Container-König" gekürt. Nun soll er am Mittwoch zum Wirtschaftssenator von Hamburg gewählt werden. „Ich weiß genau, dass ich weder in England noch in Sri Lanka das geworden wäre, was ich heute bin. Hamburg ist mein Fundament, meine Heimat“, sagt Karan.

"Ich glaube an Gott"

In der Bild-Zeitung bekannte sich Karan im vergangenen Jahr zum christlichen Glauben. "Ich glaube an Gott, ich glaube an die christliche Lehre." Er sei zwar kein regelmäßiger Kirchgänger, jedoch ein religiöser Mensch. Er bete jeden Tag. "Sonst würde es schlimm um mich stehen." Daher komme auch sein soziales Engagement. Im Jahr 2008 habe er zwei Millionen Euro für soziale Zwecke gespendet. Seine Motivation? Nächstenliebe. Er setzt sich vor allem für die Integration von Ausländern ein und will ihnen den Weg leichter machen, den er selbst gegangen ist.

Weniger überzeugt zeigte sich der parteilose Multimillionär, als der designierte Bürgermeister der Hansestadt, Christoph Ahlhaus, ihn für das Amt des Wirtschaftssenators vorschlug. Karan lehnte vorerst ab, sagte nun aber doch zu. (pro)

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