Das christliche Medienmagazin

Mit den Zehn Geboten zur Rekordquote

Die Quoten waren rekordverdächtig: Am Montag saßen 9,1 Millionen Italiener vor dem Fernseher und am Dienstag sogar 10,2 Millionen. Aber es ging nicht um Fußball. Der Schauspieler und Regisseur Roberto Benigni hat sich gesellschaftskritisch mit den Zehn Geboten befasst. Auch Papst Franziskus war begeistert.
Von PRO
Mit den Zehn Geboten zur Rekordquote: Der Komiker Roberto Benigni
Mit den Zehn Geboten zur Rekordquote: Der Komiker Roberto Benigni
Die zweiteilige Sendung zu den Zehn Geboten lief im öffentlich-rechtlichen TV-Sender Rai. Der Marktanteil des ersten Teils von 33 Prozent konnte am Dienstag auf 38 Prozent gesteigert werden. Der 62-jährige Komiker Roberto Benigni („Das Leben ist schön“) nahm in seinem Programm auch die Missstände in der italienischen Politik aufs Korn. Benigni beschäftigte sich dabei unter anderem mit einem Bestechungsskandal. Das 7. Gebot „Du sollst nicht stehlen“ sei in diesem Zusammenhang für Italien besonders geeignet – denn es sei das am meisten ignorierte Gebot. Seine Inhalt würden in Italien nur die Kinder begreifen. „Gott hat sich uns zugeneigt, und weil er uns die Alpen, das Meer und die Inseln gegeben hat, hat er uns ein Gebot eigens für uns gegeben“, zitieren Zeitungen den Komiker.

Anruf von Papst Franziskus

Die Zeitung La Repubblica meldet, dass Papst Franziskus Benigni nach dem zweiten Teil angerufen und ihm zu seinem Erfolg gratuliert hat. Er lobte ihn dafür, dass er auch Missstände der italienischen Politik thematisiert habe. Die italienische Zeitung Messaggero titelte über die Einschaltquote: „Habemus record“ (Wir haben den Rekord). La Stampa schrieb: „Er rührt uns, er lässt uns schmunzeln, er lässt uns nachdenken.“ Das Schweizer Onlineportal der Zeitschrift Blick hat die positiven Reaktionen der kirchlichen Presse zusammengefasst. Das katholische Wochenmagazin Famiglia Cristiana bezeichnete die Sendung demnach als „Wunder im Fernsehen“. Die Tageszeitung L‘Avvenire, Sprachrohr der italienischen Bischofskonferenz, schreibt, dass es nur Benigni gelingen konnte, sich zur „Hauptsendezeit mit einem so hohen Thema wie den Zehn Geboten zu befassen“. Der Schauspieler hat übrigens mit dem ihm eigenen Humor auf den Erfolg reagiert: „Das liegt daran, dass alle daheim sind – viele davon im Hausarrest.“

Oscar-gekrönter Regisseur wegen Religionskritik verurteilt

Benigni wurde durch seinen Oscar-prämiertes Drama „Das Leben ist schön“ weltweit bekannt. Für die „hohe Qualität seiner Interpretationen literarischer Texte“ erhielt er die Ehrendoktorwürde der Universität Bologna. Außerdem sorgte er mit einer Serie zur „Göttlichen Komödie“ für Furore. Der Regisseur lässt sich oft vom Florentiner Dichter der göttlichen Komödie Dante Alighieri und von religiösen Themen für seine Shows inspirieren. Benigni wurde wegen einer beleidigenden Äußerung über Papst Johannes Paul II. im Rahmen des San-Remo-Festivals in den 1980er Jahren kritisiert. Wegen Beleidigung der Religion und eines ausländischen Staatsoberhauptes wurde er zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. (pro)
https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/kirche/detailansicht/aktuell/stoersender-gegen-handys-im-gottesdienst-90485/
https://www.pro-medienmagazin.de/film/detailansicht/aktuell/zeitdokument-und-herausforderung-der-bibel-film-88144/
Ihr Beitrag für christliche Werte in den Medien
Bei PRO sind alle Beiträge frei zugänglich und kostenlos - und das wird auch so bleiben. PRO finanziert sich durch freiwillige Spenden.

Wir arbeiten in der PRO-Redaktion jeden Tag dafür, Ihnen solide Informationen zu liefern über Themen, die Sie interessieren.

Nur mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin den christlichen Journalismus bieten, den Sie von PRO kennen.

Viele PRO-Leser helfen schon mit. Sind Sie dabei?

Schreiben Sie einen Kommentar

Bitte beachten Sie unsere Kommentar-Richtlinien. Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden.

Offline, Inhalt evtl. nicht aktuell

PRO-App installieren
und nichts mehr verpassen

So geht's:

1.  Auf „Teilen“ tippen
2. „Zum Home-Bildschirm“ wählen