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Mit Comics gegen Pornografie

Pornografie ist Medienrealität bei vielen Jugendlichen. Das stellen die Initiatoren der Internetseite "Handysektor.de" fest und wollen nun über die Gefahren aufklären – mit Hilfe eines Flyers für Schüler im Comic-Stil.

Von PRO

Foto: Handysektor

"Wie stehst du zu Pornos? Hat das überhaupt etwas mit dir oder deiner Beziehung zu tun?", fragt einer der Comic-Charaktere auf dem neuen Flyer der Informationsseite "Handysektor.de". Die Antwort gibt ein eng umschlungen dastehendes Pärchen: "Pornos sind oft einseitig und übertrieben. Sie bilden nicht die Realität ab. Glaubst du, dass Sex etwas mit Pornografie zu tun haben muss, oder eher mit Respekt, Liebe und Achtung?" So warnen die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) und der Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest (mpfs) mit ihrem Projekt "Handysektor" Jugendliche vor Pornografie. 

Jugendliche schnörkellos ansprechen

Der Flyer soll "Jugendliche direkt und schnörkellos ansprechen", erklären die Macher. Zudem biete er Pädagogen die Möglichkeit, mit Jugendlichen über Pornografie, die Verletzung von Persönlichkeitsrechten, Straftatbeständen und über Norm- und Wertvorstellungen im sozialen Miteinander zu sprechen und zu diskutieren. Zudem verweist der Flyer auf die "Nummer gegen Kummer" und die Internetseite "loveline.de", wo Betroffene Hilfe finden. Mit dem Handzettel "Voll Porno" will "Handysektor.de" auf die Gefahren der Neuen Medien hinweisen. Selbstgedrehte pornografische Videos können leicht über das Internet oder via Handy verbreitet werden.  

Laut der aktuellen JIM-Studie (Jugend, Information, (Multi-) Media) nutzen 90 Prozent der Jugendlichen das Internet, 52 Prozent haben einen Zugang im eigenen Zimmer. Drei Viertel der Internetnutzer besuchen mehrmals wöchentlich Online-Communities. Nicht einmal die Hälfte hat die "Privacy-Option" aktiviert, die eingestellte Informationen nur einem selbst definierten Nutzerkreis zugänglich macht. 24 Prozent der Jugendlichen sind im Freundeskreis schon einmal mit Cyber-Mobbing konfrontiert worden. Davon sind deutlich mehr Mädchen als Jungen und schon ein Fünftel der 12- bis 13-Jährigen betroffen.

Gewalt und Pornos gehören zum Alltag

Fast alle Jugendlichen (95 Prozent) haben mittlerweile ein eigenes Handy. "Gebräuchliche Nutzungsformen, wie die Weiterverbreitung von gewalthaltigen und pornografischen Bildern und Filmen, sind leider auch zu beklagen", bilanziert die Studie. Jeder vierte Handybesitzer konnte dies schon im Freundeskreis feststellen, selbst betroffen hiervon waren zwei Prozent. Jeder dritte Handybesitzer hat den Vorfall des "Happy Slapping" schon einmal erlebt. Dabei handelt es sich um das Aufzeichnen von Gewalthandlungen mit dem Handy.

"Handysektor.de" will besonders junge Menschen zeigen, wie sie moderne Medien sicher nutzen können. Dabei bieten die Betreiber Informationen zu Sicherheitseinstellungen in Netzwerken, aber auch zu verdeckten Kosten, Kunden-Rechten und gesundheitlichen Risiken, die sich in mobilen Netzen ergeben können. "Voll Porno" ist nicht der erste Flyer, den "Handysektor" herausgibt. Zuvor erschienen "Fertigmachen ist tabu" und "Respekt und Würde" über Cyber-Mobbing und "Tipps to Go" mit Hinweisen zum Umgang mit dem Handy. Alle Flyer können im Internet heruntergeladen und kostenlos bestellt werden. (pro)  

http://www.handysektor.de/index.php/handysektor/bestellen/
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