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„Missionsbefehl gilt noch heute“

Immer weniger Deutsche sind Mitglied einer Kirche. Dem sollten die Glaubensgemeinschaften mit Mission entgegenwirken. Das erklärte der Autor und Theologe Martin Dreyer beim GemeindeFerienFestival Spring.
Von PRO
Martin Dreyer betonte beim GemeindeFerienFestival Spring, wie zentral Mission für den christlichen Glauben sei

Foto: GemeindeFerienFestival Spring

Martin Dreyer betonte beim GemeindeFerienFestival Spring, wie zentral Mission für den christlichen Glauben sei

Dass immer weniger Menschen in Deutschland sich zu einer Kirche halten oder in Gottesdienste gehen, sollten Christen nicht einfach so hinnehmen: Der Missionsbefehl Jesu – „Gehet hin und macht zu Jüngern alle Völker“ – gelte auch heute jedem einzelnen Christen. Das hat der Gründer der Jugendbewegung JesusFreaks, Martin Dreyer, auf dem GemeindeFerienFestival Spring in Willingen in einem Vortrag erklärt. Es sei wichtig, Kontakt zu Menschen zu pflegen, die keinen Bezug zum christlichen Glauben zu haben. „Man soll ein Freund der Sünder sein, so wie Jesus es war“, sagte Dreyer.

Dazu sei es notwendig, die Sprache der Menschen „auf der Straße“ zu sprechen und für sie zu beten. Kirchen und Gemeinden sollten sich selbst immer wieder hinterfragen, ob Menschen außerhalb ihrer Gebäude wichtig für sie seien. Denn Mission sei das zentrale und zurzeit wichtigste Thema, mit dem sich Christen in Deutschland auseinandersetzen müssten. „Kirche kann nur stattfinden, wenn Menschen zum Glauben kommen“, schlussfolgert Dreyer.

Einheit der Christen ist zentrales Anliegen

Das diesjährige Gemeindeferienfestival Spring steht unter dem Motto „Sola.la” – angelehnt an die vier „Soli”, die Grundprinzipien der reformatorischen Lehre. Hartmut Steeb, Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz und 1. Vorsitzender des Arbeitskreises Spring, erklärte, dass es bei dem Festival vor allem um den Kern des Glaubens gehe: „Wenn wir darum an die Reformation von vor 500 Jahren denken und uns damit beschäftigen, dann geht es uns nicht um ein besonderes protestantisches Profil, sondern um die grundlegenden Inhalte des christlichen Glaubens.“ Dabei sei bei Spring die Einheit der Christen ein zentrales Anliegen: „Das Miteinander der Christen aus den verschiedenen ,Lagern’, ,Kirchenabteilungen’, Konfessionen und Denominationen ist uns Programm“, sagte Steeb bei der Eröffnung der Veranstaltung am Montag. Rund 3.400 Christen aus unterschiedlichen Landes- und Freikirchen nehmen am GemeindeFerienFestival Spring teil.

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, fasste in einem schriftlichen Grußwort die Gedanken der Reformation zusammen, und beschrieb den christlichen Glauben als „Ausgerichtet allein auf Christus, weil er uns immer wieder aufrichtet“. Christen lebten allein aus Gnade, weil sie darauf vertrauten, dass Gott anders mit ihnen umgehe, als sie es verdient haben. Außerdem lebten sie „allein aufgrund der Schrift, weil wir in ihr die Befreiungsgeschichten finden und die Worte, die uns Kraft geben. Und allein durch den Glauben, weil es auf der Seite des Menschen etwas braucht, das dem Handeln Gottes entspricht: unser Ja zu Gottes Liebe.“

Spring findet 2017 zum achten Mal in Willingen im Upland statt, insgesamt ist es das neunzehnte GemeindeFerienFestival. Träger von Spring ist die Deutsche Evangelische Allianz. Das Festival geht noch bis Samstag. (pro)

Von: pro

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