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Missionsarbeit vom Elendsviertel bis zum Ballermann

Sie alle eint die Leidenschaft, Menschen von Gottes Liebe zu erzählen. Dafür reisen sie in ferne Länder, aber auch an den Ballermann nach Mallorca. Das Buch „Gott kommt auch zum Ballermann“ erzählt von der Arbeit des Missionswerkes Gospeltribe, von Party-Wundern und einem lebendigen Gott. Eine Rezension von Johannes Blöcher-Weil
Von PRO
Auch am Strand von Mallorca versuchen die Gospeltribe-Mitarbeiter Menschen mit der christlichen Botschaft zu erreichen (Archivbild)

Foto: Royal Pictures

Auch am Strand von Mallorca versuchen die Gospeltribe-Mitarbeiter Menschen mit der christlichen Botschaft zu erreichen (Archivbild)

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er viel erzählen. In dem Buch „Gott kommt auch zum Ballermann“ berichten die Autoren von ihren Einsätzen und Erlebnissen mit dem Missionswerk Gospeltribe. Sie alle sind von der christlichen Botschaft begeistert und möchten an vielen Orten der Welt von ihr erzählen.

Kopf der Gospeltribe-Bewegung ist Gernot Elsner. Im Alter von 19 Jahren macht er einen Missionseinsatz auf den Philippinen. Seitdem sehnt er sich danach, dass andere Menschen den christlichen Glauben positiv erleben. Seit 2006 waren mehrere Tausend Menschen in mehr als 40 Nationen unter dem Motto „Jesus lieben und die Nationen erreichen“ unterwegs. Die eindrücklichen Erlebnisse haben sie in dem Buch aufgeschrieben.

Die Berichte sind bunt und vielfältig. Bei einem Einsatz müssen die Mitarbeiter das afrikanische Simbabwe frühzeitig aus politischen Gründen verlassen. Sie wollten Gemeinden Bibeln in ihrer Muttersprache bringen. Auch im Nachbarland Südafrika erhalten sie aufgrund ihrer Arbeit Todesdrohungen. Sie erleben hautnah, dass es nicht immer einfach ist, Gottes Auftrag zu folgen. Trotzdem fühlen sie sich geborgen in Gottes Hand.

Zwischen Sangria und Saufgelagen

Eine andere Gruppe ist in Israel. Dort versuchen sie den Besuchern eines New-Age-Festivals zu vermitteln, dass es neben Pendeln, Handlesen und Kartenlegen echte Lebensalternativen gibt. In Deutschland ist eine Gruppe einmal in der Woche vor einem trostlosen Wohnblock aktiv. Sie bringen dort Flüchtlingskindern Essen und spielen mit ihnen. Alle Einsatzteams beschreiben, wie Menschen nach und nach ihren Lebensstil ändern und sich hinterher zu Jesus bekennen.

Zwischen Sangria, Sonnenschirmen und Saufgelagen ist jedes Jahr ein Team auf Mallorca im Einsatz. In Gottesdiensten und Einsätzen am Strand erzählen sie den Menschen von Gott. Das Buch verdeutlicht, dass es keinen falschen Ort gibt, um mit Menschen über Jesus zu reden: „Wenn Jesus heute auf der Erde wäre, dann wäre er an Orten wie dem Ballermann“, schreiben die Autoren.

Die Erlebnisse aus 14 Jahren Arbeit von Gospeltribe sind Bestandteil des Buches Foto: SCM Medien
Die Erlebnisse aus 14 Jahren Arbeit von Gospeltribe sind Bestandteil des Buches

Mit ganz anderen Problemen haben es die Menschen in Einsatzgebieten wie Jordanien und dem Libanon zu tun. Dort kämpfen die Menschen täglich um ihr Überleben. Kleine christliche Gemeinden mit starken Persönlichkeiten wenden sich den Opfern von IS-Gewalt zu und kümmern sich um sie mit Gebet, praktischer Hilfe und viel Liebe.

Gott agiert auch in der größten Trostlosigkeit

Viele Autoren empfinden ihre Arbeit oft als Tropfen auf den heißen Stein. Sie sind frustriert, weil die Umstände vor Ort fremd und schwierig sind. Und doch erleben sie Wunder: In Indien etwa bekehrt sich ausgerechnet der Bürgermeister des Dorfes zu Jesus – und erzählt es später dem ganzen Dorf. Auch mit den „unzähmbaren“ Kindern in Bolivien erleben die Gospeltribe-Mitarbeiter Wunder. Und das alles nur, weil die Kinder so sein dürfen, wie sie sind und dort Zuwendung erhalten.

Bei einem Einsatz in Frankreich beten die Mitarbeiter für ganz spezielle Orte und Mitmenschen. Es geht dabei um Frieden in der Nachbarschaft, Hoffnung für die Bewohner und um Gottes Eingreifen in bestimmten Lebenssituationen. Sowohl hier als auch in Bolivien wird den Mitarbeitern bewusst, dass Gott auch in der größten Trostlosigkeit wirkt. In manchen Gegenden Boliviens können dank Gospeltribe erste kleine Gottesdienste stattfinden.

Das Buch erzählt Geschichten von Menschen, die ihre Komfortzone verlassen haben, um anderen zu dienen. Tina Babig, die selbst mit Gospeltribe unterwegs war, hat die Geschichten aufgeschrieben. Manche von ihnen sind spektakulär, manche nicht. Aber alle zeigen, dass Gott heute noch wirkt. Vielleicht bezweckt dieses Buch, dass die Abenteuer und Geschichten über dessen Lektüre hinausgehen und weltweit Kreise ziehen, weil sich auch andere Menschen von Gospeltribe senden lassen. Das Vorwort zum Buch hat Roland Werner geschrieben. Darin betont er genau das: dass Gottes Wunder auch in der Gegenwart stattfinden – in allen Gruppen und Bevölkerungsschichten.

Tina Babig · Gernot Elsner (Hrsg.): „Gott kommt auch zum Ballermann“, SCM, 174 Seiten, 14,99 Euro, ISBN 978-3-417-26921-5.

Von: Johannes Blöcher-Weil

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