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Michael Diener und sein Leben auf Reserve

Übelkeit, kalter Schweiß, dann der Zusammenbruch: Der Vorsitzende der Evangelischen Allianz, Michael Diener, hat in einem Videobeitrag öffentlich von einem Schwächeanfall gesprochen – und damit einen sehr persönlichen Einblick in sein Leben gegeben.
Von PRO
Auf einer Videoplattform hat sich Michael Diener öffentlich zu einem Schwächeanfall bekannt

Foto: mystory.me / Screenshot: pro

Auf einer Videoplattform hat sich Michael Diener öffentlich zu einem Schwächeanfall bekannt
„Schwuppdiwupp, da lag ich“, sagt Michael Diener in dem Videobeitrag „Akku leer – Leben auf Reserve“. Die Kamera zeigt den Boden eines Raumes. Diener ist im Jahr 2013 bei einer Sitzung zusammengebrochen, als er den Raum verlassen wollte – Übelkeit, kalter Schweiß waren nur die kurzfristigen Vorboten. Langfristig gesehen jedoch „stimmte das Verhältnis von Arbeit und Erholung nicht“, sagt der Allianz-Vorsitzende gegenüber pro. „Nie hätte ich gedacht, dass mir das passiert“, erzählt Diener in dem Video. „Ich war ja voller Kraft und voll Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit – schon seit über 50 Jahren unterwegs.“ In vielen Situationen seines Lebens musste es schnell gehen, mehrere Aufgaben liefen gleichzeitig, für andere war er trotzdem immer da. Im Laufe der Jahre sei dies mehr geworden: neue Ämter, fremde Aufgaben, Berufswechsel, Umzüge. Und dann der Zusammenbruch. „Man merkt gar nicht, wie sehr man auf der eigenen Reserve unterwegs ist“, sagt Diener. „Der Gott, der mich anders vielleicht gar nicht mehr erreichen konnte, hat gesagt: ‚Michael, mach‘ mal Pause. Ruhe ein wenig, glaube nicht, dass Du die Welt noch retten musst, ich habe sie schon gerettet.‘“

„Über Niederlagen sprechen“

Mit seinem Videobeitrag habe er zeigen wollen, „dass Leitungsverantwortliche keine Roboter“ seien. „Es ist für mich keine Auszeichnung, wenn meine Gesundheit aus dem Lot fällt“, sagt Diener. „Ich habe öffentlich darüber geredet, weil wir auch über Niederlagen und Schwächen sprechen lernen müssen, sonst reden wir über eine Theologie des Kreuzes und leben eine Theologie von Glanz und Gloria.“ (pro)
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