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Merkel plant Broschüre zum “C” in der CDU

Der ehemalige Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Erwin Teufel, hat in seiner Rede vor der Seniorenunion am 2. August eine klare Profilierung der CDU hin zum "C" gefordert. Darauf hat nun Bundeskanzlerin Angela Merkel reagiert und Generalsekretär Hermann Gröhe beauftragt, von allen Vorstandsmitgliedern persönliche Erklärungen zu den christlichen Werten der Partei einzuholen.
Von PRO

Foto: Michael Panse (flickr)

"Noch ist nicht zu erkennen, was die Union unternehmen will, um die über eine Million Wählerinnen und Wähler zurückzugewinnen, die nach eingehender Gewissensprüfung in die Wahlenthaltung geflüchtet sind", sagte Erwin Teufel laut einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" in seiner Rede vor der Seniorenunion. Er legte in seinem Vortrag dar, dass ein gewichtiger Teil der Stammwähler die CDU nicht mehr wähle, sich aber auch noch für keine andere Partei entschieden habe. Laut Teufel ist diese Gruppe der Schlüssel, den die Union brauche, um in den kommenden Wahlperioden wieder Regierungsmehrheiten bilden zu können. Teufel: "Die Lage ist ernst, wie jeder aus vielen Gesprächen weiß. Wir haben eine Landtagswahl nach der anderen verloren." Nach den Worten von Teufel ist der Mehrheit der Wähler ein christliches Fundament wichtig. Die Union habe in dieser Hauptgruppe viele Stimmen verloren. Er forderte dazu auf, diese Wähler zurückzugewinnen, was in erster Linie durch eine Profilierung geschehe, die das christliche Wertebild der Partei herausstelle.

Was bedeutet das "C" für mich?

Als Reaktion auf die Worte von Erwin Teufel hat Angela Merkel eine Broschüre in Auftrag gegeben, in der alle Präsidiumsmitglieder der Partei darüber berichten sollen, wie sich das christliche Wertefundament in ihrem persönlichen Berufsalltag und Leben auswirkt. Wie das Präsidium der CDU Deutschlands gegenüber dem Christlichen Medienmagazin pro mitteilte, sollen die Vorstandsmitglieder unter der Fragestellung: "Was bedeutet das ‘C’ für mich, in meinem täglichen Tun und Leben?", einen geschriebenen Aufsatz verfassen. Er soll 4.350 Zeichen nicht überschreiten und bis zum 21. Oktober in der CDU-Bundesgeschäftsstelle eingegangen sein. Zum 24. Parteitag am 14. und 15. November in Leipzig soll dann die fertige Broschüre vorliegen.

Nachdem das Projekt in der Sitzung des Bundesvorstandes vom 22. August beschlossen wurde, habe es viel Zustimmung von den Parteimitgliedern dazu gegeben, so ein CDU-Sprecher gegenüber pro. Weiter sagte er, dass jedes Mitglied des Bundesvorstands die Freiheit habe, in seinem persönlichen Aufsatz eigene Schwerpunkte zu setzen. Die Partei unternehme sehr viel zum Themenbereich "C".  Der Sprecher: "Nach dem letzten Parteitag in Karlsruhe haben wir eine Publikation mit Diskussionsbeiträgen zum Thema Präimplantationsdiagnostik veröffentlicht. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion organisiert regelmäßig Kongresse zum Thema ‘Das C in der Politik’. Im Konrad-Adenauer-Haus findet am Vorabend des Papstbesuches am 22. September ein entsprechender Empfang statt." (pro)

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