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„Mein Glaube steht auf unglaublich wackeligen Füßen”

Der christliche Musiker Marty Sampson hat die Aussage relativiert, dass er seinem Glauben verloren habe. Dieser stehe aber auf „unglaublich wackligen Füßen“, bekannte der Künstler, der durch die Hillsong-Bewegung bekannt geworden ist. Das berichtet die Christian Post.
Von PRO
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Marty Sampson hat seine Aussagen relativiert, die er am Wochenende über den Nachrichtendienst Instagram verbreitet hat Foto: YouTube Hillsong United/Screenshot pro
Marty Sampson hat seine Aussagen relativiert, die er am Wochenende über den Nachrichtendienst Instagram verbreitet hat

Der christliche Liedermacher Marty Sampson rückt seine Aussage zurecht: Am Wochenende hatte sein Instagram-Post für Aufsehen gesorgt, in dem er schrieb, er habe seinen Glauben verloren und das störe ihn nicht. Jetzt stellte er klar, dass er nicht auf seinen Glauben verzichte, dieser aber auf „unglaublich wackeligen Füßen“ stehe, meldet das Internetportal Christian Post.

Der Komponist zahlreicher Hillsong-Lieder reagierte auf eine Kolumne von Michael Brown in der Christian Post. Brown hatte geschrieben, dass er für Sampson bete, damit dieser ernsthaft, demütig und leidenschaftlich nach der Wahrheit suche. Auch alle anderen Fragenden sollten ihre Fragen offen stellen.

Glaube passt nicht mit menschlicher Moral zusammen

Sampson betonte, dass er ernsthafte Antworten auf seine Fragen suche. Der australische Musiker gab zu, dass er mit vielen Bereichen des Glaubens ringe, weil sie nicht mit der allgemeinen menschlichen Moral zusammenpassten: „Wenn die Menschheit die Wahl hätte, würde sie nicht die Welt von Krebs, Krankheiten und anderen Leiden befreien? Warum macht Gott das nicht?“

Es gebe eine Antwort auf diese Frage, aber die Mehrheit der Christen denke in ihrem Leben nicht über diese Dinge nach, schreibt er. Der Künstler ist seit seinem 16. Lebensjahr in den Bands der freikirchlichen Hillsong-Gemeinde aktiv. Er verdeutlichte, dass er seinen Glauben nicht verloren habe, dieser aber nicht stabil sei.

„Ich analysiere die Argumente christlicher Apologeten. Ich bin auch offen dafür, mir die Argumente von anderen Religionen und Atheisten anzuhören“, fuhr er fort. „Wenn die Wahrheit wahr ist, wird das so bleiben, ob ich es verstehe oder nicht. Je näher man einen Diamanten untersucht, desto deutlicher wird seine Qualität sichtbar. Solange ich atme, lerne ich.”

Ehrliche Fragen stellen

Dies sei lediglich seine Meinung und nicht die Meinung von Hillsong: „Seit ich zur Gemeinde gehöre, habe ich immer Unterstützung erhalten und die Möglichkeit, selbständig zu denken.“ Sampson hatte bei Instagram unter anderem kritisiert, dass die Bibel voller Widersprüche stecke und keiner darüber rede. Auch dass ein Gott der Liebe vier Milliarden Menschen in die Hölle schicke, könne er nicht glauben.

In seiner Kolumne hatte Brown Sampson dazu herausgefordert, ehrliche Fragen zu stellen. Er solle der Wahrheit dorthin folgen, wohin sie ihn führe: „Ich habe dies in den letzten 47 Jahren auch getan. Seitdem ich glaube, bin ich in meinem Glauben herausgefordert worden. Mein Studium an säkularen Institutionen hat dazu geführt, dass ich Gott von ganzem Herzen liebe. Er ist ein Gott der Wahrheit und sein Wort ist wahr“, schrieb Brown.

Sampson hat zahlreiche Lobpreislieder geschrieben und mit bekannten Hillsong-Musikern wie Darlene Zschech und Joel Houston gesungen. Zu seinen populärsten Liedern gehören „Forever“ and „Came to My Rescue“.

Von: Johannes Blöcher-Weil

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