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Mehr Zeit vorm Monitor nicht gut fürs Kind

Kinder, die viel Zeit vor dem Monitor verbringen, zeigen eine schlechtere allgemeine Entwicklung. Das ist das Ergebnis einer Studie von kanadischen Forschern, die über Jahre hinweg die Mütter von ein- bis fünfjährigen Kindern befragt haben.
Von Jörn Schumacher
Je mehr Zeit Babys vor Bildschirmen verbringen, desto schlechter ist ihre allgemeine Entwicklung, das legt eine kanadische Studie nahe.
Je mehr Zeit Babys vor Bildschirmen verbringen, desto schlechter ist ihre allgemeine Entwicklung, das legt eine kanadische Studie nahe.

Offenbar ist es für die Entwicklung von Kindern nicht gerade zuträglich, wenn sie viel Zeit vor dem Monitor verbringen. Das legt eine Studie mit dem Titel „All Our Families“ nahe. Sie soll Informationen darüber sammeln, wie zukünftige politische Erziehungsprogramme in der kanadischen Provinz Alberta besser geplant werden können und um mehr über die Gesundheit von Kindern zu erfahren. Die Forscher rekrutierten 2008 rund 3.200 Mutter-Kind-Paare aus Alberta. Die schwangeren Frauen wurden zweimal während ihrer Schwangerschaft befragt. Außerdem wurden sie befragt, als ihre Kinder 4 Monate alt waren, und dann erneut als diese ein, zwei, drei und fünf Jahre alt waren. Das berichtet das amerikanische Magazin MedPageToday.

Im Durchschnitt berichteten die Mütter von 2,4 Stunden Bildschirmzeit am Tag bei Kindern im Alter von zwei Jahren. Bei Kindern im Alter von drei Jahren waren es 3,6 Stunden am Tag und bei Fünfjährigen waren es nur noch 1,6 Stunden. Bei den Zwei- und den Dreijährigen ging die höhere Monitorzeit mit einer schlechteren Entwicklung einher. Offenbar bestehe ein Zusammenhang zwischen erhöhter Zeit vor dem Bildschirm und einer negativeren Entwicklung eines Kindes, so die Forscher.

Dabei seien die Auswirkungen nich bidirektional, das heißt, die schlechtere Entwicklung eines Kindes führte nicht zu einer höheren Monitor-Zeit. Die Mütter mussten in Fragebögen angeben, wie sich ihr Kind entwickelt in der Kommunikation, in der Motorik, in Problemlösung und in sozialen Fähigkeiten. Außerdem erfassten die Mütter statistisch, wie oft ihr Kind fernsah, Filme schaute oder vor einem Computerbildschirm saß.

Von: Jörn Schumacher

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