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Medienfasten: Mehr Zeit und kein Jo-Jo-Effekt

"Ich fand es toll, dass ich mehr Zeit für meine Freunde hatte", so beschreibt ein Elfjähriger, wie er acht Tage ohne Medien erlebt hat. Vom 9. bis 17. April haben deutschlandweit über 200 Familien an der Aktion "offline aktiv sein" teilgenommen.
Von PRO

Foto: Fotolia / Monkey Business

Eine Woche lang haben Familien werktags ab 18 Uhr und am Wochenende auf die Bildschirme verzichtet und die Zeit anders als gewohnt gestaltet. Nicht allen fiel das ganz leicht. Zum Abschluss der Aktion hat pro einige Teilnehmer nach ihren Erfahrungen befragt.

Familie Renschler aus Herrenberg hat in ihrer Freizeit auf alle Bildschirmmedien einschließlich Handy verzichtet. Samstags und sonntags ohne das Mobiltelefon auszukommen, ist vor allem Markus Renschler ziemlich schwer gefallen: "Morgens führt mein erster Weg normalerweise ans Handy, um die Emails zu checken. Das zu lassen, ist mir die ersten Tage schwer gefallen." Im Büro hat er die Nutzung des Internets bewusst gestaltet: "Dieses reflexartige Nachschauen bei Facebook, um zu wissen, was los ist und was es Neues gibt, da habe ich mich beherrscht", verrät er. Die Ankündigung, eine Woche abends nicht per Skype erreichbar zu sein, rief allerdings im Kollegenkreis Irritationen hervor, sagt Markus Renschler.

Ähnlich hat das auch Familie Eisenkolb aus Bruchsal erlebt: "Die meisten Freunde haben gesagt, das schafft ihr doch nicht", sagt Andrea Eisenkolb. Die Familie ist durch einen Zeitungsbericht auf die Aktion aufmerksam geworden. Wie die Familie die medienfreie Woche erlebt hat, hat sie pro in einem Telefoninterview erzählt.

Hier geht es zu dem Audiobeitrag über "Offline aktiv sein".

Der christliche Medienverbund KEP ist zufrieden mit der Aktion. "Wir hatten 200 registrierte Teilnehmer, gehen aber davon aus, dass viele Menschen ‘offline aktiv’ waren, ohne sich bei uns zu registrieren", sagt KEP-Geschäftsführer Wolfgang Baake. Allein das Begleitmaterial zur Aktion, das die registrierten Teilnehmer per Post bekamen, wurde online 450 Mal heruntergeladen.

Kein Jo-Jo-Effekt

Markus Renschler ist sich sicher, dass es nach "offline aktiv sein" im Gegesatz zu anderen Diäten keinen Jo-Jo-Effekt geben wird: "Wir haben uns vorgenommen, einen Abend in der Woche fernsehfrei zu gestalten. Außerdem wollen wir die Aktivitäten im Internet reduzieren."

Einmal eine medienfreie Woche durchzuführen, empfehlen die Renschlers allen Familien. "Das ist eine sehr aufschlussreiche und gute Erfahrung. Und die muss ja nicht auf die Fastenzeit beschränkt bleiben."

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