Friede Springer (Achivbild) verwaltet als Vorsitzende der gemeinnützigen Axel Springer Stiftung das Erbe des Verlegers

Friede Springer (Achivbild) verwaltet als Vorsitzende der gemeinnützigen Axel Springer Stiftung das Erbe des Verlegers

Friede Springer: „Ich habe Gottvertrauen!“

Für die Mehrheitsaktionärin der Axel Springer Verlagsgruppe, Friede Springer, ist Dankbarkeit eine Grundhaltung. Anfeindungen wegen ihrer Haltung zu Israel begegnet sie mit Gottvertrauen.

Friede Springer hat den christlichen Glauben von ihrer Mutter vermittelt bekommen. Das hat die Mehrheitsaktionärin der Axel Springer SE und Witwe des Verlegers Axel Springer in einem Interview der Mitteldeutschen Kirchenzeitung „Glaube+Heimat“ offenbart. Demnach hat die Mutter ihr den Satz: „Friede, vergiss nie zu danken“ mit auf den Weg gegeben.

Dankbarkeit ist für die Verleger-Witwe eine Grundhaltung geworden. „Ich finde Trost und Hilfe im Gebet. Jeden Tag beende ich damit“, erklärte Springer gegenüber der Kirchenzeitung. Die Bibel sei für sie ein wichtiger Begleiter. Als ihr Mann im Sterben lag, habe ein Bibelvers aus dem Johannesevangelium für sie eine wichtige Rolle gespielt: „Du bist (sic) die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, ob er gleich stürbe.“ (Johannes 11,25).

„Klare Linie gegen Antisemitismus“

Die Beziehungen zu Israel sind für Springer eine Herzensangelegenheit. Nach Informationen der Kirchenzeitung hat die Witwe des 1985 verstorbenen Verlegers Axel C. Springer bereits 57 Mal Israel bereist. In Jerusalem wurden ihr zwei Ehrendoktorwürden verliehen. Den wieder aufkeimenden Antisemitismus in Deutschland findet sie furchtbar. „Ich bin froh, dass unsere Zeitungen hier eine ganz klare Linie gegen Antisemitismus fahren“, sagt sie im Interview. Eigenen Angaben zufolge ist Springer deshalb Anfeindungen ausgesetzt. Angst habe sie nicht, erklärte die 77-Jährige in dem Gespräch: „Nein. Ich habe Gottvertrauen!“

Das Interview mit Springer veröffentlicht die in Weimar erscheinende Mitteldeutsche Kirchenzeitung in ihrer Ausgabe am 5. April. Darin schildert die überzeugte Lutheranerin zudem, wie sie 2009 stellvertretende Vorsitzende des „Freundeskreises Luther“ in Wittenberg wurde. Springer gehört der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) an. Für ihr Engagement im Reformationsjahr wurde sie 2019 mit dem Verdienstorden des Landes Sachsen-Anhalt ausgezeichnet. Sie ist die Vorsitzende der gemeinnützigen Axel Springer Stiftung sowie Stifterin und Vorstand der Friede Springer Stiftung, die unter anderem Stiftungsprofessuren an Universitäten und junge Talente mit Stipendien fördert.

Von: Norbert Schäfer

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