Die Ausbildung zum Journalisten braucht gewisse Qualitätsstandards. Deswegen setzt sich die Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Rundfunk (aer) für den Erhalt der Evangelischen Journalistenschule in Berlin ein.

Die Ausbildung zum Journalisten braucht gewisse Qualitätsstandards. Deswegen setzt sich die Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Rundfunk (aer) für den Erhalt der Evangelischen Journalistenschule in Berlin ein.

Optionen für Erhalt der Evangelischen Journalistenschule prüfen

Die Evangelische Journalistenschule steht vor dem Aus. Um das zu verhindern, unterstützen nun auch acht evangelische Privatredaktionen die Einrichtung. Ihr Dachverband, die Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Rundfunk (aer), appelliert in einem offenen Brief an den Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

Die Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Rundfunk (aer) setzt sich für den Erhalt der Evangelischen Journalistenschule ein. In einem offenen Brief appellieren deren Mitglieder an den Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), die Einrichtung nicht zu schließen. Aus Sicht der Unterzeichner sei es „mehr als fahrlässig und überaus kurzsichtig, die EJS als wichtige Nabelschnur hinein in die Welt der angehenden Medien- und Meinungsmacher unwiederbringlich zu kappen“, heißt es in dem Brief.

Die Journalistenschule habe sich zu „einem anerkannten Ausbildungsgaranten von Qualitätsjournalismus, im Sinne der evangelischen Publizistik entwickelt“. Die Unterzeichner nähmen die Entwicklung deswegen mit „großer Sorge und Bedauern“ zur Kenntnis. Die Journalistenschule habe damit einen wertvollen Nährboden für evangelisch geprägte, christliche Ethik im Journalismus geschaffen.

„Unersetzbarer und effektiver Dienst“

Die Evangelische Journalistenschule leiste mit einem vergleichsweise kleinen Jahresetat von 500.000 Euro einen „unersetzbaren und effektiven Dienst“ auch in die säkulare Publizistik hinein. Ihre Absolventinnen und Absolventen trügen die christliche Ethik und ebenso die Kenntnis kirchlicher Themen und kirchlichen Engagements an die Newsdesks der Redaktionen: „Somit erreichen sie eine Öffentlichkeit, die immer kirchenferner wird, wie unsere kircheneigenen Prognosen zeigen.“

Die Autoren schließen ihren offenen Brief mit der Aufforderung: „Wir sind überzeugt, dass die Evangelische Journalistenschule dazu einen wichtigen Beitrag leistet und bitten alle Mitglieder des Rates, die EJS genau in diesem Sinne zu erhalten und alle Optionen dafür zu prüfen.“

Für den Vorstand der aer haben Andreas Odrich (ERF Medien), Andreas Fauth (Evangelisches Medienhaus Frankfurt) und Tobias Glawion (Evangelisches Medienhaus Stuttgart) den Brief unterschrieben. Sie stehen stellvertretend für die Mitgliedsredaktionen der aer: den Evangelischen Kirchenfunk Niedersachsen-Bremen, die Privatfunkredaktion des Evangelischen Medienhauses Leipzig, den medio-Radioredaktionen Frankfurt am Main und Kassel im Medienhaus der Evangelischen Kirche Kurhessen-Waldeck, das Evangelische Rundfunkreferat Nordrhein-Westfalen sowie den Evangelischen Rundfunkdienst Baden.

Von: Hannah Strupp/Johannes Blöcher-Weil

Sie können sich über Disqus, facebook, Twitter oder Google anmelden um zu kommentieren. Bitte geben Sie einen Namen, unter dem Ihr Kommentar veröffentlicht wird, und eine E-Mail-Adresse ein. Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Um Missbrauch zu vermeiden, werden wir Ihren Kommentar erst nach Prüfung auf unserer Seite freischalten. Wir behalten uns vor, nur sachliche und argumentativ wertvolle Kommentare online zu stellen. Bitte achten Sie auch darauf, dass wir Beiträge mit mehr als 1600 Zeichen nicht veröffentlichen. Mit Abgabe des Kommentars erkennen Sie die Nutzungsbedingungen an.

Datenschutz
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Moderation
Die Moderation der Kommentare liegt allein bei der Christlichen Medieninitiative pro e.V. Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in den Nutzungsbedingungen.

comments powered by Disqus