Studien belegen: Die öffentlich-rechtlichen Medien spielen auch für die jüngere Generation eine wichtige Rolle

Studien belegen: Die öffentlich-rechtlichen Medien spielen auch für die jüngere Generation eine wichtige Rolle

„Öffentlich-Rechtliche sollten Bürger mehr beteiligen“

Studien zeigen, dass zwei Drittel der Deutschen mit der Qualität der öffentlich-rechtlichen Sender zufrieden sind. Um auch für die Zukunft gewappnet zu sein, brauche es jedoch neue Ideen, sagt die Kommunikationsexpertin Christine Horz.

In einem Gastbeitrag auf Focus Online fordert die Kommunikationswissenschaftlerin Christine Horz mehr Mitgestaltungsmöglichkeiten bei dem „begonnene Reformprozess“ der öffentlich-rechtlichen Medien. Zahlen einer Langzeitstudie der ARD zeigten, dass gerade die unter 30-Jährigen den Öffentlich-Rechtlichen überwiegend positiv gegenüber stünden – trotz vieler Alternativen im Internet. Insgesamt liege die Zustimmung in der Gesellschaft bei 66 Prozent.

Dennoch sei die Abwanderung in Richtung Internet nicht aufzuhalten. Daher sei es eine wichtige Frage, „wie sie ein digitales Umfeld schaffen, in dem zentrale Kernwerte wie der Informationsauftrag und die Gemeinwohlorientierung weiterhin deutlich erkennbar bleiben“.

Horz sieht außerdem durch die öffentlich-rechtlichen Sender die Möglichkeit, Fake News und Hasskommentaren Paroli zu bieten. Weiterhin hätten sie einen positiven Effekt auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Darin liege ein großes Potenzial der Rundfunkanstalten. Um dieses jedoch auszuschöpfen, bedürfe es mehr Beteiligungsmöglichkeiten für Bürger, erklärt die Wissenschaftlerin der Ruhr Universität in Bonn.

Hierfür sei es nötig, dass die Sender ihre Kommentar- und Kritikfunktionen offener und transparenter gestalten. Auch die Politik sei gefordert, die Rahmenbedingungen für eine solche Umgestaltung zu schaffen.

Von: Elisa Klimmek

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