Der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm hat am Dienstag die Preisträger mit dem Bayerischen Medienpreis ausgezeichnet

Der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm hat am Dienstag die Preisträger mit dem Bayerischen Medienpreis ausgezeichnet

Evangelische Kirche in Bayern zeichnet Journalisten aus

Der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm hat am Dienstag den Medienpreis der Evangelisch Lutherischen Kirche in Bayern verliehen. Aus den 60 Einsendungen zum Thema „Wieviel Digitalisierung braucht der Mensch?“ wurden acht Preisträger gekürt. Insgesamt gab es ein Preisgeld von 11.000 Euro.

Die evangelische bayerische Landeskirche hat am Dienstag ihren Medienpreis vergeben. In der Münchener St. Matthäuskirche überreichte der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm die Auszeichnungen an die acht Preisträger. Der Preis solle die Bedeutung des Qualitätsjournalismus verdeutlichen. Der Theologe betonte, dass der Kirche „diese Form des unabhängigen, einordnenden und professionellen Journalismus am Herzen liegt“.

Der ethische Ansatz des Qualitätsjournalismus werde immer wichtiger: „Die blinden Algorithmen, die durch das häufige Anklicken auch die fürchterlichsten Hassbotschaften im Netz hochspülen, brauchen als Gegengewicht einen Journalismus des Anstands, der ‚Herzensbildung‘, mit Fairness, Ausgewogenheit, umfassender Recherche, Tiefgang, Sensibilität und dem Bemühen, auch die jeweils andere Seite zu hören und zu transportieren. Die Voraussetzung für das alles ist jedoch, dass die Würde jedes einzelnen Menschen gewahrt bleibt – egal wie er lebt oder woher er kommt.“

Nachdenken, Lachen und Weinen

Die Münchener Regionalbischöfin und Jury-Vorsitzende Susanne Breit-Keßler hob hervor, dass die Beiträge die Jury „zum Nachdenken, zum Lachen und Weinen gebracht haben – und damit gut biblisch auf die Tafeln unseres Herzens geschrieben“ seien.

In der Kategorie Tageszeitung bedachte die Fachjury den Handelsblatt-Redakteur Christian Rickens für seinen Beitrag „Datistisches Manifest“ mit einem Preis in Höhe von 2.500 Euro. Ebenfalls mit 2.500 Euro dotiert ist der Preis in der Kategorie Magazin.

Erstmals Nachwuchspreis verliehen

Laura Meschede veröffentlichte im SZ-Magazin den Beitrag „Die Mensch Maschine“. Dafür hatte sie drei Wochen als „Click-Workerin“ bei einer Crowdsourcing-Plattform gearbeitet. Dort arbeiten weltweit rund eine halbe Million Menschen, vor allem aus Niedriglohnländern, und konkurrieren um digitale Kleinstaufträge oder erledigen monotone, für Maschinen noch zu komplexe Aufgaben.

Zusätzlich wurden die Nürnberger Nachrichten und das Main Echo für ihre Serien zum Wettbewerbsthema mit jeweils einem Sonderpreis in Höhe von 1.000 Euro ausgezeichnet. Einer dieser Sonderpreise wurde gemeinsam von der Evangelischen Bank und dem Evangelischen Siedlungswerk gestiftet, ein weiterer vom Evangelischen Presseverband für Bayern (EPV).

Der Preis wurde zum siebten Mal ausgeschrieben. Erstmals verliehen wurde der Nachwuchspreis der Landeskirche. Hierfür konnten sich ausschließlich angehende Journalisten bewerben, die gerade ihre Ausbildung an einer Journalistenschule oder Akademie absolvieren. Das Thema war frei wählbar.

Ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro erhielten Christopher Bonnen (Deutsche Journalistenschule), Sofie Czilwik (Evangelische Journalistenschule) sowie Luisa Hommerich und Claudio Rizzello (beide Henri-Nannen-Schule). Bonnen hatte in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung den Beitrag „Der Kaiser von Coupon“ veröffentlicht. Czilwik hat im Magazin Einsichten 17 über das Thema „Das muss echte Liebe sein“ geschrieben. Hommerich publizierte in der Wochenzeitung Die Zeit den Beitrag „Dann heben sie die Faust“. Darin geht es um das Bild, das bei den olympischen Spielen in Mexiko zu einer Ikone des afroamerikanischen Freiheitskampfes wurde: der „Black Power“-Gruß. Rizzello hatte im Spiegel unter der Überschrift „Nächster Gang“ den italienischen Koch Massimo Bottura porträtiert.

Von: Johannes Blöcher-Weil

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