Über Lea Block berichtete erneut Stern-TV
Über Lea Block berichtete erneut Stern-TV

Lea Block: Kleine Schritte bedeuten große Freude

Lea und Tabea Block sind als siamesische Zwillinge auf die Welt gekommen. Tabea hat die Trennungs-Operation nicht überlebt, Lea ist körperlich eingeschränkt. Für ihre Berichterstattung über die gläubige Familie haben die Stern-Journalisten 2005 den KEP-Medienpreis bekommen. Inzwischen ist Lea ein fröhlicher Teenager und war mit ihrer Mutter zu Gast bei Stern-TV.

Dass Lea und Tabea Block als siamesische Zwillinge auf die Welt kommen würden, hatten die Ärzte bereits in der 12. Schwangerschaftswoche festgestellt, doch die Blocks entschieden sich gegen eine Abtreibung. Bewusst, denn Nelly und Peter Block sind Christen und betrachten jedes Kind als Geschenk Gottes. Nach der Geburt dachten die Eltern über eine Trennungs-Operation nach und holten sich dafür Informationen bei einem Spezialisten in den USA ein. „So zusammengewachsen werden sie nie sitzen können, niemals stehen“, sagte Nelly Block, die Mutter, damals gegenüber Stern-TV.

Benjamin Carson, einer der derzeitigen US-Präsidentschaftskandidaten für die Republikaner, operierte die beiden Mädchen im September 2004 mit einem großen Team mehrere Tage lang. Wenige Tage später starb Tabea. Lea überlebte. Halbseitig gelähmt und fast blind. Viele Jahre musste Lea zusätzlich noch einen Helm tragen, weil sie keine Schädeldecke hatte, und für sie so jeder Sturz oder Stoß lebensgefährlich hätte werden können. Die Ärzte konnten die Schädeldecke mithilfe eines Implantats ersetzen.

Lea entwickelte sich prächtig. Sie fand sich im Kindergarten gut zurecht und geht heute auf eine Sonderschule in Paderborn, berichtete Stern-TV. Sie kann sogar inzwischen große Strecken alleine zurücklegen.

Carson sagte, nachdem Lea auf die Normalstation verlegt wurde, sie sollten keine großen Schritte erwarten, sondern auf die kleinen achten. Diese kleinen Schritte gebe es immer wieder, sagte vor Kurzem Nelly Block bei Stern-TV. „Es ist für Eltern, die ganz normale Kinder haben, vielleicht nichts Besonderes, aber für uns ist das immer wieder ein Schritt nach vorne. Zum Beispiel, dass sie neue Sachen einfach bereit ist anzupacken. Oder jetzt haben wir in den letzten Wochen geübt, dass sie nicht umkippt, wenn sie aus der Badewanne steigt. Sie lernt immer schneller, das, was wir ihr sagen, auch umzusetzen. Das ist jetzt wieder ein Schritt, worüber wir uns sehr freuen.“ Ihr neues Projekt, lesen lernen, ist auch schon auf einem guten Weg. Sie lernt die Blindenschrift, die sogenannte „Brailleschrift“.

Bei Stern-TV konnte man ein aufgewecktes und fröhliches Kind sehen, das sich freute, in einem kleinen Spiel gegen Hallaschka zu gewinnen: Lea brachte drei kleine fast identische Figuren mit. Die Unterschiede sind sehr gering: Die Farbe der Kleidung, die Frisur. Ziel war es, zu erfühlen, welche Figur Marleen, Julia und Anna ist. Lea liebt ihre Bücher. Tastbücher, deren verschiedenste Materialien sie erfühlen und so die Geschichte „lesen“ kann. Ihre Geschichten kann Lea sehr schnell auswendig, denn ihre Einschränkungen sind nur körperlich und können durch Physiotherapie stetig verbessert werden. (pro)

Von: cru

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