USA: Bibeln als Zeitungsbeilage

W a s h i n g t o n (PRO) - Eine britisch-amerikanische Bibelgesellschaft will in elf Tageszeitungen der USA Ausgaben des Neuen Testamentes in Wochenendausgaben beilegen. Kritik für diese Aktion erhält die Bibelgesellschaft "Send in the Light" (STL) ausgerechnet von Christen.

Die evangelikale Gesellschaft, die sich für die Verbreitung christlicher Bücher in der Welt einsetzt, will die mehreren hunderttausend Bibeln in diesem und im kommenden Jahr mit Sonntagszeitungen in zehn Städten verteilen. Dies berichtet die Nachrichtenagentur "Associated Press". Im November soll das Projekt mit dem Namen "City Reachers" in der Stadt Kansas beginnen. Die dortige Zeitungsbeilage von 200.000 Bibeln wird mehr als 400.000 Dollar kosten, teilte STL mit.

Die in Colorado Springs (Bundesstaat Colorado) ansässige Bibelgesellschaft betonte, dass die Bibel ein unerlässlicher Wegweiser für eine "verwirrte Gesellschaft" sei. "Sie ist eine Hilfe für das alltägliche Leben", heißt es auf der Webseite der Bibelgesellschaft, die sich im Januar mit der "International Bible Society" zusammengeschlossen hat. "Man findet darin Standards für Führung sowie Richtlinien für Richtig und Falsch."

"Bibeln könnten weggeworfen werden"

Wie die amerikanische "Christian Post" am Montag berichtete, kritisierten verschiedene christliche Gruppen das Vorhaben als zu kostspielig und nicht zielgenau. Ein Zeitungsvertreter sagte, er habe Beschwerden von Christen erhalten, die meinten, die Bibeln könnten weggeworfen werden. "Ich hatte Kritik erwartet, aber ich dachte, sie würde eher von Nicht-Christen kommen", sagte der Vizepräsident der in Texas ansässigen Zeitung "Star-Telegram", Bob Ray Sanders, gegenüber der "Christian Post". Die Bibelgesellschaft will sich trotz Kritik nicht von dem Plan abbringen lassen.

Nach ihrer Vereinigung bilden die "International Bible Society" und "Send the Light" eine der größten Gesellschaften für die Übersetzung und Verbreitung christlicher Schriften in der Welt. Die Gründung von "Send the Light" geht auf George Verwer zurück, der 1961 auch die Missionsgesellschaft "Operation Mobilization" (OM) gründete.

Von: js

Sie können sich über Disqus, facebook, Twitter oder Google anmelden um zu kommentieren. Bitte geben Sie einen Namen, unter dem Ihr Kommentar veröffentlicht wird, und eine E-Mail-Adresse ein. Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Um Missbrauch zu vermeiden, werden wir Ihren Kommentar erst nach Prüfung auf unserer Seite freischalten. Wir behalten uns vor, nur sachliche und argumentativ wertvolle Kommentare online zu stellen. Bitte achten Sie auch darauf, dass wir Beiträge mit mehr als 1600 Zeichen nicht veröffentlichen. Mit Abgabe des Kommentars erkennen Sie die Nutzungsbedingungen an.

Datenschutz
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Moderation
Die Moderation der Kommentare liegt allein bei der Christlichen Medieninitiative pro e.V. Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in den Nutzungsbedingungen.

comments powered by Disqus