"Außenminister" von DaimlerChrysler geht zur "WirtschaftsWoche"

D ü s s e l d o r f (PRO) - Der Leiter der Außenbeziehungen der DaimlerChrysler AG, Dr. Michael J. Inacker, wird neuer Leiter des Berliner Redaktionsbüros und stellvertretender Chefredakteur des Wirtschaftsmagazin "WirtschaftsWoche". Der engagierte Christ ist bekannt für seine Forderung, dass Unternehmen sich an sozialen Projekten beteiligen sollten.

Der 41-jährige Inacker ist promovierter Historiker und Autor mehrerer Bücher, etwa zur deutschen Beteiligung am Golfkrieg von 1991 und zum Zusammenhang zwischen Kirche und Demokratie in Deutschland. Er studierte Politikwissenschaften, Öffentliches Recht und Geschichte an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. 1986 studierte er zudem am "Center for International and Strategic Affairs" (CISA) an der Universität Kalifornien, Los Angeles (UCLA).

Der renommierte Wirtschafts- und Politikexperte war von 1994 an Leiter des Direktionsbereichs "Politik und Außenbeziehung" der DaimlerChrysler AG.

"Ich freue mich, mit Dr. Michael J. Inacker einen so exzellenten Kenner sowohl der politischen Bühne als auch der Wirtschaft für unser Hauptstadt-Büro gewonnen zu haben", sagte der Chefredakteur der "WirtschaftsWoche", Stefan Baron. "Seine große journalistische Erfahrung in der Hauptstadt kombiniert mit seiner Erfahrung in einem Weltunternehmen wie Daimler Chrysler sind einzigartig und passen exakt zum Profil der 'WirtschaftsWoche'."

Inacker arbeitete als Journalist unter anderem in leitender Funktion für die "Welt", "Welt am Sonntag" und für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Er war Mitbegründer der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" und leitete zwischen 2001 und 2003 das Hauptstadtbüro dieser Zeitung in Berlin.

Ab 1. Oktober 2006 wird Inacker Dr. Friedrich Thelen (64) ablösen, der nach 28-jähriger Tätigkeit bei der "WirtschaftsWoche" in den Ruhestand geht. Dies teilte die Redaktion in Düsseldorf am Montag mit.
Die "WirtschaftsWoche" ist mit über 800.000 Lesern eines der größten Wirtschaftsmagazine in Deutschland.

"Wirtschaftliche Wertschöpfung setzt Werte voraus"

Inacker sprach beim Kongress christlicher Führungskräfte am 25. Februar 2006 in Wittenberg zum Thema "Wertschöpfung setzt Werte voraus: Über die Notwendigkeit gesellschaftlicher Verantwortung durch wirtschaftliche Führungskräfte". Dabei setzte er die wirtschaftliche und die ethische Bedeutung des Wortes "Wert" in Zusammenhang."Nennenswerte Bedeutung erhält 'Corporate Social Responsibility' - wenn überhaupt – erst dann, wenn die Befragten überzeugt sind, dass sie einen unmittelbaren Beitrag zum unternehmerischen Erfolg leistet", bedauerte Inacker. Dabei sei "gesellschaftliche Verantwortung durch wirtschaftliche Führungskräfte" ein "Muss" und nicht nur ein "Kann", so der Wirtschaftsexperte und Christ.

Er wies auf mehrere Studien hin, die den geschichtlich gewachsenen Zusammenhang zwischen "protestantischer, also christlicher Ethik" und dem "Geist des Kapitalismus" aufgezeigt haben. Vor allem der Soziologe Max Weber habe dies verdeutlicht. Dahinter stecke "ein von Gott her begründetes Berufungs-Ethos", das "in rigoros gelebter Berufspflicht praktisch wird", so Inacker. "Wer heute erfolgreich wirtschaften will, muss über den rein ökonomischen Tellerrand hinausschauen.“

Von: js

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