Die App Communi will Kirchen- und Gemeinemitglieder vernetzen

Die App Communi will Kirchen- und Gemeinemitglieder vernetzen

Neue App will Gemeinden beleben

Die App Communi soll die Kommunikation innerhalb von Kirchen und Gemeinden verbessern. Die Frankfurt City Church hat die Anwendung zwei Monate getestet und ist begeistert.

Communi soll Mitgliedern einer Gruppe helfen, besser miteinander zu kommunizieren – egal, ob es sich um eine Kirche, einen Verein oder eine andere Gruppe handelt. Die App bietet verschiedene Möglichkeiten: Zum Beispiel können registrierte Nutzer Veranstaltungen erstellen, an einer virtuellen Pinnwand Dinge verkaufen und tauschen oder in Direktnachrichten miteinander chatten. Entwickelt wurde die App von einer Start-up-Firma aus Würzburg. Unter der Leitung von Daniel Steinke testet die Frankfurt City Church die Anwendung seit Ende März und zieht eine erste Bilanz.

Besonders die Funktion, individuelle Veranstaltungen über die voraussehbaren kirchlichen Aktivitäten wie Gottesdienste hinaus zu planen und zu organisieren, komme gut bei den Mitgliedern an, sagt Steinke im Gespräch mit pro. „Dass auch die große Gruppe Dinge wie einen Spiele- oder Fußballabend mitbekommt und auch Leute, die vielleicht noch nicht so in die Gruppe integriert sind", sei großartig. An der virtuellen Pinnwand werde die Biete-Suche-Funktion sehr gut angenommen. „Da geht es ganz schön ab. Da muss man immer mal ausmisten", sagt Steinke. Er habe bereits die Erfahrung gemacht, dass „Mitarbeiter gesucht" besonders nützlich sei. „Wenn man zum Beispiel noch einen Fahrer braucht, der jemand für eine Veranstaltung abholt. Das sieht jeder und es wird schnell reagiert."

140 von etwa 200 Gemeindemitgliedern testen die App derzeit. Anmelden könne sich jeder kostenlos, sagt Steinke. Auch wer nicht in der Kirche sei, könne die App installieren. Jede Kirche oder Gruppe hat dabei eine eigene Version der App, die speziell für sie entwickelt wurde. Die Funktionen und Darstellungen seien natürlich bei allen Versionen identisch, sagt Steinke. Eine Gruppe von Administratoren und Moderatoren prüfe bei der Frankfurt City Church zudem regelmäßig, wer die Anwendung nutzt. „Wir schauen, ob Klarnamen angegeben sind, ob wir die Personen persönlich kennen und halten da auch Rücksprache mit den Pastoren." Wenn jemand „komische Sachen“ schreibt, können andere Nutzer diese Beiträge auch melden. So soll verhindert werden, „dass Leute reinkommen, die Böses im Sinn haben."

Ob mehr Junge oder Ältere das Angebot nutzen, könne er nicht sicher beurteilen, da der Altersdurchschnitt mit 25 bis 30 Jahren in seiner Gemeinde eher jung sei. Von den Funktionen her würden aber alle Generationen angesprochen. Die App befinde sich immer noch in der Testversion, deshalb könne es sein, dass das eine oder andere hin und wieder nicht funktioniert. Fehler würden aber sehr schnell behoben, der Support der Entwickler sei sehr gut.

App mit „viel Potenzial“

Die Gemeinde hat den Entwicklern auch schon einige Verbesserungswünsche für das nächste Update mitgeteilt: „Im Moment gibt es kein Personenregister oder eine Kontaktspalte, sodass man nicht intuitiv einzelne Personen nachschlagen kann", sagt Steinke. Es sei nicht direkt erkennbar, dass man Personen auch direkt in der App suchen und kontaktieren kann. Das müsste ersichtlicher und klarer dargestellt werden, merkt Steinke an.

Grundsätzlich stecke in der App aber „viel Potenzial". Sonntags gebe es in der Frankfurt City Church zwei Gottesdienste – einen morgens und einen abends –, weil der Platz nicht für alle Mitglieder reiche. „Die Familien gehen eher morgens in den Gottesdienst und die jungen Leute oder Singles eher abends." Da bestehe die Gefahr, dass sich die Gemeinde in zwei Gruppen spalte. Durch die App könnten die Menschen nun unabhängig von den Gottesdiensten miteinander in Kontakt kommen und sich austauschen. Und auch für Neue in der Kirche sei es ein Vorteil, sich schnell einen Überblick zu verschaffen, was in der Gemeinde so läuft und Ansprechpartner zu finden.

Von: Swanhild Zacharias

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