Das Netzwerk von Gründer Mark Zuckerberg sagt dem Streamen von Gewaltakten den Kampf an (Archivbild)

Das Netzwerk von Gründer Mark Zuckerberg sagt dem Streamen von Gewaltakten den Kampf an (Archivbild)

Facebook verschärft Regeln für Livestreams

Um eine Live-Übertragung von Terroranschlägen zu verhindern, geht Facebook ab sofort härter gegen Regelverstöße vor. Unterdessen trafen sich Politiker auf Einladung von Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron in Paris zum „Christchurch-Gipfel“.

Kampf gegen Streaming von Anschlägen auf Facebook: Als Reaktion auf den Anschlag von Christchurch verschärft Facebook seine Regeln für Liveübertragungen. Der Konzern gab am Dienstag bekannt, er wolle verhindern, dass durch seine Dienste „Schaden angerichtet und Hass verbreitet" werde. Der Täter übertrug seinen Angriff vor zwei Monaten mit einer Helmkamera über das soziale Medium 17 Minuten live. Bei dem Anschlag wurden 51 Menschen getötet.

Ab sofort könnten Personen, die gegen bestimmte Regeln auf der Plattform verstießen, von der Funktion „Facebook Live“ ausgeschlossen werden. Welche Vergehen zum Ausschluss vom Streaming-Dienst führen, erläuterte Facebook nicht näher. Nach den neuen Vorschriften wäre es dem Christchurch-Täter aber nicht möglich gewesen, seinen Angriff auf zwei Moscheen live zu streamen. Der Konzern werde zudem mehrere Millionen Euro investieren, um seine Videoanalyse weiter zu verbessern, hieß es in der Erklärung.

Maßnahmen gegen „Drama wie in Christchurch“

Facebook machte seine Ankündigungen vor dem „Christchurch-Gipfel“, zu dem Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Mittwoch Politiker und Vertreter unterschiedlicher Technologie-Konzerne wie Google, Twitter, Facebook, Alibaba und IBM eingeladen hatte. An dem Treffen in Paris unter dem Namen „Tech for Good“ nahm auch die neuseeländische Regierungschefin Jacinda Ardern teil. Wie die Süddeutsche Zeitung unter Berufung auf Macrons Umfeld berichtet, wolle er die Konzernlenker „mit ihrer Verantwortung gegenüber der Gesellschaft konfrontieren".

Ardern erklärte laut der Deutschen Presse-Agentur: „Es ist das erste Mal, dass Regierungen und Technikunternehmen zusammenkommen.“ Gemeinsam mit Macron hatte sie die Initiative angestoßen. „Wir haben konkrete Maßnahmen beschlossen, damit sich ein Drama wie in Christchurch nicht wiederholen kann“, erklärte sie am Mittwoch. In dem „Appell von Christchurch“ werde etwa versichert, dass die Grundsätze eines freien und offenen Internets sowie die Meinungsfreiheit respektiert werden.

Von: Martina Blatt

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