In ihrem Rap "Dunk dem Herrn" übt Carolin Kebekus scharfe Kritik an der Katholischen Kirche. Das dazugehörige YouTube-Video wurde seit drei Tagen schon über 130.000 Mal aufgerufen

Bild-Zeitung kritisiert „Dunk dem Herrn“-Rap

Wie weit geht die Grenze des guten Geschmacks? Was der Online-Gemeinde gefällt, erregt die Gemüter der Gläubigen. Auch die Bild-Zeitung kritisiert das YouTube-Video der Kabarettistin Carolin Kebekus mit dem Titel „Dunk dem Herrn“.

Das Video wurde seit dem 30. Mai 137.000 Mal aufgerufen. Bei Facebook klickten 3.000 Person auf die „Gefällt mir“-Funktion. Kebekus bezeichnet ihr Machwerk als „Imagevideo für die katholische Kirche“, mit der sie hart ins Gericht geht. Die Szenerie zeigt zunächst eine Dorfkirche. Dort sitzt Kebekus und hat die gekreuzten Füße auf die Bank des Vordermanns gelegt.

"In der Messe zieh ich nur ne Fresse"

Was sie dann singt, spricht eine eindeutige Sprache: „Sonntags in der Messe zieh ich nur ne Fresse.“ Kebekus kritisiert in ihrem Lied, dass in der Kirche von einem Gott geredet werde, den sie noch nie gesehen habe. Gottes Wille sei es, „dass niemand die Pille fresse“. Auf die Melodie von „Danke für diesen guten Morgen“ singen Nonnen „Danke für meine goldene Kette, danke für meine Jungfräulichkeit.“

In der nächsten Szene besingt ein Messdiener, dem ein Pfarrer über die Haare streicht, die starke Gemeinschaft Gottes. Er bedankt sich für seine eins in Religion und für die Sonntagskollekte. Das erhaltene Geld lässt er unter seiner Soutane verschwinden. Zudem freut sich der Ministrant schon auf die After-Show-Party in der Sakristei.

Am skandalösesten ist wohl die Szene, in der Kebekus vor dem Altar obszön die Nonnentracht hebt und Jesus Christus am Kreuz über den entblößten Körper leckt. Einen Gastauftritt hat der deutsch-marokkanische Rapper MC Rene, der als Papst verkleidet, singt: „Zölibat heißt, ich mach‘s mir selbst. Ich bin der Bibel-Checker, Jungfrauenbeflecker.“

Schon in der „heute-show“ für Aufsehen gesorgt

Carolin Kebekus hatte bereits Mitte Februar Kardinal Meisner in der „heute-show“ (ZDF) mit ihrer Papst-Bewerbung hereingelegt. 2011 veröffentlichte sie ihr Debütalbum Ghetto Kabarett und erhielt dafür, wie für ihr jüngsten Machwerk, in den Kommentar-Spalten auch zahlreiche negative Rückmeldungen. In diesem Jahr wurde sie Mitglied der Wochenshow und ging mit ihrem ersten Bühnenprogramm Pussy Terror auf Tour. (pro)

Von: jw

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