Eltern unterschätzen Gefahren für Kinder bei Internetnutzung

B r ü s s e l (KEP) – Viele Eltern klären ihre Kinder nur ungenügend über die Gefahren auf, mit denen diese bei der Internetnutzung konfrontiert werden. Nur bei 20 Prozent der Kinder in Europa, die Zugang zum Internet haben, schränken die Eltern die Nutzung dieses Mediums ein. Dieses Ergebnis legte die EU-Kommissarin für Informationsgesellschaft und Medien, Viviane Reding, nach der Auswertung der von ihr in Auftrag gegebenen Eurobarometer-Studie vor.

Die Umfrage zeigte, dass die meisten Eltern ein geringes Bewusstsein haben, welche Gefahren für Kinder vom Internet ausgehen können. Die häufigste Regel, die Eltern ihren Kindern überhaupt für die Internetnutzung geben, ist das Verbot, bestimmte Internetseiten zu besuchen. Dies aber schützt Kinder nicht vor den Gefahren, auf die sie im Internet treffen können.

Eltern müssen ihren Kindern zeigen, wie sie Risiken, die durch die Internetnutzung entstehen können, erkennen", so EU-Kommissarin Reding in einer Pressemitteilung.

Die Hälfte der befragten Eltern gab an, die Zeit zu beschränken, die Kinder im Internet verbringen dürfen. Nur 35 Prozent verbieten ihren Kindern, sich mit einer Person, die sie im Netz kennen gelernt haben, tatsächlich zu treffen. Den Download von Musik- oder Filmdateien verbieten immerhin 19 Prozent der Erziehungsberechtigten.

Die EU-Studie wurde am Mittwoch im Rahmen des "Safer Internet Day" vorgestellt. Dieser wurde 1999 von der EU ins Leben gerufen und wird in 36 Ländern von 95 Organisationen veranstaltet. Ziel des "Safer Internet Day" ist die Bekämpfung illegaler und gefährlicher Inhalte sowie von E-Mail-Spam.

Internet-Lehrgang "Internet-ABC"

Um Eltern Hilfestellung bei der Anleitung ihrer Kinder zu geben, hat der Verein Internet-ABC e.V. eine Übungs-CD "Internet-ABC-wissen wie`s geht" entwickelt. Hier können Eltern sich informieren oder mit ihren Kindern den Umgang mit dem Internet üben, ohne tatsächlich online zu sein.

Außerdem gibt es das Portal http://www.internet-abc.de/über das Eltern und Kinder gemeinsam einen Internet-Lehrgang machen können. Die redaktionelle Leitung dieses Internetportals liegt beim Adolf Grimme Institut (Marl).

Die CD-ROM „Internet-ABC - Wissen, wie’s geht“ kann bei der Landesmedienanstalt Saarland (LMS) ab sofort kostenlos angefordert werden unter der Telefonnummer 0681/38988-12 oder per E-Mail unter mkz@LMSaar.de.

Gefährliche Internetseiten an der richtigen Stelle melden

Beschwerden über illegale oder gefährliche Internetinhalte, Chats oder Spam-Mails  können bei der Internet-Beschwerdestelle mittels eines Online-Formulars gemeldet werden: http://www.internet-beschwerdestelle.de

Von: Ellen Nieswiodek

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