Die israelische Regisseurin Tamara Erde schaut sich in ihrem Dokumentarfilm „Auf der Suche nach Zion“ ein Foto des Staatsgründers David Ben-Gurion an

Die israelische Regisseurin Tamara Erde schaut sich in ihrem Dokumentarfilm „Auf der Suche nach Zion“ ein Foto des Staatsgründers David Ben-Gurion an

70 Jahre Staat Israel im deutschen Fernsehen

Den 70. Geburtstag des Staates Israel nehmen die Fernsehsender zum Anlass, um in Dokumentationen über das Jubiläum zu berichten. Mit „Geschichten aus Jerusalem“ geht ab Donnerstag die erste von ZDF und Arte produzierte 360-Grad-Serie in 3D online.

Die Staatsgründung Israels vor 70 Jahren ist ein wichtiges Thema für verschiedene Beiträge im TV-Programm der kommenden Tage. Gleich vier Episoden mit den Titel „Glaube“, „Liebe“, „Hoffnung“ und „Angst" des Regisseurs Dani Levy erzählen vom Leben in Jerusalem: einem Brennpunkt des Nahostkonflikts. Die Serie beleuchtet, wie das ZDF in der Pressemitteilung schreibt den Konflikt mal aus israelischer, mal aus palästinensischer Sicht.

Auf einer Webseite zur Sendung werden die vier Folgen in deutscher Sprache abrufbar sein, die „ARTE360 VR"-App beinhaltet zudem die englischsprachige Originalversion sowie eine französische Fassung. Die „Geschichten aus Jerusalem“ sind Teil der Ausstellung „Welcome to Jerusalem“ im Jüdischen Museum Berlin und dort vom 3. Mai bis zum 17. Juni 2018 zu sehen.

Die Auftaktfolge „Glaube" dreht sich um einen israelischen Stand-up-Comedian, der auf dem Zionsplatz mit aggressiven Zuschauern in einen bedrohlichen Zwist gerät. In „Liebe“ wird eine junge Palästinenserin auf dem Weg vom Westjordanland nach Israel von einem gleichaltrigen Soldaten zum Verhör gebeten.

Ein Künstler, der sich für Versöhnung einsetzt

Die Episode „Hoffnung" zeigt einen militärischen Scharfschützen, der sich über den Dächern der Altstadt positioniert hat. In den Gassen des Basars verfolgt er ein besonderes Ziel – so lange, bis ihm ein göttliches Zeichen erscheint. In der vierten Folge „Angst“ spukt ein Geist durch die Ruinen jenes Gebäudes, das einmal das palästinensische Parlament werden sollte. Durch den Einsatz der speziellen 360-Grad- / Virtual-Reality-Technik in 3D wird der Zuschauer mit einbezogen und kann die außergewöhnliche Stadt Jerusalem noch unmittelbarer kennenlernen.

Die ARD zeigt am 7. Mai eine einstündige Dokumentation „Israel, Geburt eines Staates“. Bei 3sat gibt es am 12. Mai um 21.55 Uhr das Porträt „Barenboim oder die Kraft der Musik“ über den weltberühmten Dirigenten Daniel Barenboim, der sich für ein friedliches Zusammenleben von Israelis und Palästinensern einsetzt. Am 13. Mai um 11.30 Uhr unterhalten sich in der Dokumentation „Wunde und Narbe“ der Journalist Dieter Kronzucker und der Diplomat Avi Primor.

Am Montag, dem 14. Mai, um 22.25 Uhr folgt auf 3sat die Erstausstrahlung „Auf der Suche nach Zion“, in der die israelische Filmemacherin Tamara Erde anhand des Lebens ihres Großvaters den zionistischen Traum untersucht. Am 15. Mai um 22.30 Uhr läuft die Erstausstrahlung „Einsame Helden“ über Lebensretter in Nazi-Deutschland. Um 22.55 Uhr folgt die Dokumentation „Kinder der Exodus“, die von den Menschen erzählt, die auf dem berühmten Flüchtlingsschiff nicht in Haifa anlegen durften. Zum Tagesabschluss folgt „Let's Talk about Land“, ein Film über israelische und palästinensische Friedensaktivisten.

Arte hatte am 24. April die Dokumentation „Ben-Gurions Vermächtnis“ gezeigt, die noch in der Mediathek zur Verfügung stehen. Außerdem gab es dort den Spielfilm „Der Staat gegen Fritz Bauer“. Der deutsche Generalstaatsanwalt Fritz Bauer hatte sein Leben der Jagd auf Naziverbrecher gewidmet.

Von: Michael Müller und Johannes Weil

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