"Glotze aus"- Fernsehsender verweigerten Werbespot

H a m b u r g (KEP) – Mit seinem Titelthema "Glotze aus" stieß das Magazin "Stern" auf heftigen Widerstand bei etlichen deutschen Fernsehsendern. Diese weigerten sich, Werbung für die letzte Ausgabe des Magazins zu machen.

Nach tagelangem Streit zeigte die ARD am gestrigen Mittwoch den umstrittenen Spot. "Das erste Mal, dass Sie durch Wegschauen etwas ändern können. Glotze aus! Warum das Fernsehen so langweilig geworden ist." Mit diesem Text beginnt der 12-Sekunden-Werbespot, mit dem der "Stern" für seine Ausgabe "Glotze aus" werben wollte.

Der Spot sei der ARD und den Privatsendern RTL, Vox, ProSieben und Kabel 1 angeboten worden. Der "Stern" bestätigte einen Bericht der "Süddeutschen Zeitung", nach dem sämtliche Sender, bei denen die Illustrierte Werbezeiten buchen wollte, die Ausstrahlung ablehnten. Wie die "Süddeutsche Zeitung" schrieb, hätten die Werbevermarkter der Sender den Spot abgelehnt, da er ihren Geschäftsinteressen widerspreche.

Am Mittwoch, einen Tag vor Erscheinen der neuesten Ausgabe des Stern, wurde der Spot nun doch noch ausgestrahlt. Allerdings nicht beim ZDF oder den privaten Stationen, sondern nur in der ARD. Das NDR-Medienmagazin "Zapp" nahm die Sequenz um 23 Uhr ins Programm.

Lesen Sie zu dem Thema auch den Online-Artikel (siehe Rubrik Fernsehen) von Oliver Theiss: Glotze aus - Fernsehprogramm spaltet Gesellschaft!

Mehr zu dem Thema Fernsehen finden Sie auch in der Ausgabe "Unsichtbare Religion Fernsehen - Wenn der Glaube aus dem Fernsehen kommt" des Christlichen Medienmagazins pro. Bestellen Sie kostenlos diese Ausgabe 03/2005: Telefon: (06441) 915 151, E-Mail: pro@kep.de

Von: Ellen Nieswiodek

Sie können sich über Disqus, facebook, Twitter oder Google+ anmelden um zu kommentieren. Bitte geben Sie einen Namen, unter dem Ihr Kommentar veröffentlicht wird, und eine E-Mail-Adresse ein. Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Um Missbrauch zu vermeiden, werden wir Ihren Kommentar erst nach Prüfung auf unserer Seite freischalten. Wir behalten uns vor, nur sachliche und argumentativ wertvolle Kommentare online zu stellen. Bitte achten Sie auch darauf, dass wir Beiträge mit mehr als 1600 Zeichen nicht veröffentlichen. Mit Abgabe des Kommentars erkennen Sie die Nutzungsbedingungen an.

Datenschutz
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Moderation
Die Moderation der Kommentare liegt allein bei der Christlichen Medieninitiative pro e.V. Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in den Nutzungsbedingungen.

comments powered by Disqus