Nach "Aus" für "Fliege": Anhänger planen Proteste

M ü n c h e n (KEP) - So gelassen wie Jürgen Fliege reagieren nicht alle auf die Einstellung der nach ihm benannten Talksendung: Der Vorsitzende einer Krebs-Stiftung rief die Zuschauer zu Protestaktionen und Unterschriftensammlung auf, um "Fliege" auch 2006 im Programm zu halten.

Mit dem Wegfall der Talksendung verlören "kranke Menschen eine Lobby" im Fernsehen, heißt es in einer an die Presse verteilten Meldung. Und weiter: "Fliege wurde für viele Zuschauer zum Lebensbegleiter in oft schwierigen Situationen. Gerade für ältere Menschen und nicht selten für kranke Menschen ist Fliege ein Wegweiser... Wer keinen Ausweg aus seiner Krankheitskrise findet, der erhält bei Fliege den oft entscheidenden Hinweis, wie er seine Krise bewältigen kann... Damit soll jetzt Schluss sein?"

Gegen den Beschluss der ARD, Fliege ab 2006 aus dem Programm zu nehmen, planen die Initiatoren des Protestes Anfang September zudem eine Demonstration vor dem ARD-Hauptstadtstudio in Berlin. Außerdem sollen Zuschauer mit ihrer Unterschrift in einer Liste ihren Protest gegen die Streichung der Sendung ausdrücken, so die Initiatoren der Krebs-Stiftung.

Fliege: "Ich ahne eine gewisse innere Ordnung"

TV-Pfarrer Fliege indes reagierte gelassener auf die Entscheidung seines Senders ARD: "Alles hat seine Zeit", erklärte der 58-jährige Moderator am Montag. Nach zwölf Jahren als Gemeindepfarrer und weiteren zwölf Jahren als Fernsehmoderator ahne er "eine gewisse innere Ordnung, die alles regiert", so Fliege in einer persönlichen Erklärung. Er sei nun "neugierig darauf, was der Himmel mit mir noch vorhat".

Von: KEP

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