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Maximilianskirche: Der Gottesdienst als Bühne

Die Maximilianskirche in München gibt aktuell Musikern die Chance, in ihren Gottesdiensten aufzutreten. Die Kirche solidarisiert sich damit mit den Künstlern, die es durch Auftrittsverbote in Coronazeiten besonders schwer haben. Bis Anfang Januar kann man noch eines der besonderen Gottesdienstkonzerte erleben.
Von PRO
Die Maximilianskirche in München (Archivbild)

Foto: fcja99

Die Maximilianskirche in München (Archivbild)

In der diesjährigen Adventszeit geht es in der Münchener Maximilianskirche besonders musikalisch zu. Unter dem Motto „AdventCulture“ ergänzen verschiedene Künstler und Ensembles insgesamt 32 Gottesdienste und Andachten mit ihrer Livemusik. Grund dafür sind die aktuellen Corona-Regelungen, durch die den Musikern anderweitige Auftrittsmöglichkeiten genommen werden. Mit dieser Aktion möchte die Kirche die Künstlerinnen und Künstler in der Weihnachtszeit unterstützen.

Die Idee dafür hatte der Münchener Kirchenpfleger Stephen Alof beim gemeinsamen Pizzabacken mit der Cellistin Fanny Kammerlander. Diese begann aufgrund der fehlenden Auftritte in der Zeit des ersten Lockdowns in Alofs Lokal zu arbeiten. Während kulturelle Veranstaltungsorte wie Theater oder Museen geschlossen bleiben, dürfen Gottesdienste in Kirchen auch weiterhin unter entsprechenden Hygienemaßnahmen stattfinden. Daher sehe Alof in den Kirchen die Pflicht, Künstlerinnen und Künstler in dieser schwierigen Zeit zu unterstützen. Spenden ermöglichen es der Maximilianskirche, den Künstlern jeweils eine Gage von 700 Euro für ihren Auftritt zahlen zu können.

Konstantin Wecker gibt Nikolauskonzert

Bis zum 6. Januar können Besucher der Gottesdienste Musikstücke aus Jazz, Klassik und Weltmusik lauschen. Zu sehen war unter anderem das Konstantin-Wecker-Trio am Nikolaustag. Am Heiligabend selbst wird es zwischen 12 und 24 Uhr acht Gottesdienste mit musikalischer Untermalung geben, sodass möglichst viele Besucher in diesen Genuss kommen. Auftreten werden an diesem Tag unter anderem das Duo Sternschnuppe mit Kinderliedern, das Harfenduo Eimer oder das MUSAI Quintett.

Bundesweit organisieren viele evangelische und katholische Kirchengemeinden Solidaritätsauftritte für betroffene Künstler. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) startete im Sommer die Initiative „Kirche für Künstler“. In dieser werden die Kirchengemeinden dazu aufgerufen, Künstler verschiedenster Kunstformen wie etwa Musik oder Schauspiel in ihre Gottesdienste einzubinden.

Von: Laura Kühn

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