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Massengebet für die USA

Fast 30.000 Gläubige sind am Wochenende dem Aufruf des texanischen Gouverneurs Rick Perry gefolgt und haben in einem Gottesdienst für das Wohl Amerikas gebetet. Die Kritiker des Republikaners werteten dies als politische Aktion. Rick Perry gilt als möglicher republikanischer Herausforderer bei der nächsten Präsidentschaftswahl.
Von PRO

Foto: Jonathan Mailard/Wikipedia



Tausende weitere Zuschauer, so die US-amerikanische Zeitung "Huffington Post", verfolgten die mehrstündige Veranstaltung im Internet. Zudem berichteten christliche Fernsehsender live aus Houston. "Vater, unsere Herzen bluten wegen Amerika", betonte Rick Perry in seiner zwölfminütigen Rede, in die er auch Gebete und Bibelverse einfließen ließ. Er selbst versicherte, dass seine Initiative ganz und gar unpolitisch sei und vermied politische Aussagen.



"Vergessen, wer uns geschaffen hat"



"Wir erleben Zerwürfnisse, die Furcht auf den Finanzmärkten und Angst auf den Regierungsfluren, und als Nation haben wir vergessen, wer uns gemacht hat, wer uns beschützt und wer uns segnet", sagte Perry. Die Christen ermunterte er, sich Gott zuzuwenden, um Antworten für die Probleme der eigenen Nation zu finden. Er forderte die Zuhörer auf, für Präsident Barack Obama und die amerikanischen Soldaten zu beten, die am Wochenende bei Angriffen in Afghanistan ums Leben gekommen waren.



Wie die "Huffington Post" meldet, streckten viele Zuhörer ihre Arme Richtung Himmel und brachen in Tränen aus. Etliche Helfer unterstützten Perry bei der Durchführung der Veranstaltung. Die christliche "American Family Association" (Amerikanische Familienvereinigung), die intensiv gegen die Abtreibung kämpft und US-Präsident Barack Obama laut "Focus" vorwirft, "mehr Interesse an der Förderung des Islam zu zeigen als an seinem angeblichen christlichen Glauben", unterstützte das Massengebet finanziell.



Vermischung von Politik und Religion?


Laut "Huffington Post" löste der Auftritt des Republikaners bei seinen Unterstützern positive Resonanz aus. Seine Gegner warfen ihm eine Vermischung von Politik und Religion vor, die Perry zurückwies. "Wir beten für die Repräsentanten unseres Volkes, für Eltern, für Pfarrer und für die Generäle, damit Gott sie vor allem in schwierigen Zeiten anrührt", betonte Perry. Vor dem Stadion formierten sich etliche Demonstranten, die die Veranstaltung stören wollten. Sie kritisierten, dass Perry seine Macht als Gouverneur mit dieser Veranstaltung missbrauche. (pro)

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