Markus Rode: „Es gibt eine Erweckung im Iran“

„Open Doors“-Leiter Markus Rode warnt im Podcast davor, christliche Syrer in ihre Heimat abzuschieben. Und berichtet, wie sich das Evangelium im Iran ausbreitet – trotz der Repressionen des Mullah-Regimes.
Ein Podcast von Nicolai Franz im Gespräch mit Markus Rode
Markus Rode im Podcast-Studio von Open Doors

Am Mittwoch hat „Open Doors“ den aktuellen Weltverfolgungsindex veröffentlicht. Nordkorea führt die Negativliste weiterhin an. Laut „Open Doors“-Leiter Markus Rode hat die Intensität der Verfolgung von Christen weiter zugenommen. Besonders in Syrien hat sich die Lage extrem verschlechtert. Das Land, das zuvor auf Platz 18 des Weltverfolgungsindex lag, steht nun auf Platz 6.

Nach Jahren des Bürgerkriegs leben viele Christen weiterhin in großer Unsicherheit. Wirtschaftlicher Niedergang, internationale Sanktionen und fehlende Perspektiven hätten vor allem junge Menschen zur Auswanderung bewegt. Rode erläutert, warum sich dadurch die jahrhundertealten christlichen Gemeinschaften des Landes zunehmend ausdünnen und welche Rolle Kirchen und Hilfswerke beim Wiederaufbau spielen.

Auch um den Iran, das aktuell wegen der Aufstände gegen das Regime in den Schlagzeilen ist, geht es im Podcast. Laut Rode stehen Christen, die vom Islam konvertiert sind, dort besonders im Visier der Sicherheitsbehörden. Hauskirchen würden überwacht, Gemeindeleiter verhört und zu langen Haftstrafen verurteilt. Zugleich beschreibt Rode, dass der christliche Glaube im Untergrund weiter wächst – trotz massiver Repressionen durch den Staat. „Es gibt eine Erweckung“, so Rode, die nach menschlichem Maßstäbe in dem abgeschotteten Land schier unmöglich sei.

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