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Mangelnde Transparenz bei „Menschen für Menschen“?

Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe „Menschen für Menschen“ steht in der Kritik. Auf der Internetseite „Spendenskandal.com“ versuchen deren Initiatoren gegen eine falsche Verwendung der Spendengelder vorzugehen und wieder die eigentliche Zielsetzung der Hilfsorganisation umzusetzen.
Von PRO

Foto: fotolia/Antonio Scarpi

Sie werfen den handelnden Personen zu teure Schulbauten in Äthiopien, zu schlecht bezahlte Tagelöhner in den Projektgebieten und einen mangelnde Transparenz vor. „Menschen für Menschen“ habe aufgehört, im Sinne seiner Spender zu handeln. Der Vorstand beschädige somit das Lebenswerk von Karlheinz Böhm. Eine Überprüfung, ob die Organisation ihr Spendensiegel behalten darf, laufe derzeit.

Böhms Ehefrau im Kreuzfeuer

Im Kreuzfeuer stehen Böhms Ehefrau Almaz, die als Vorsitzende amtiert, und ein „unfähiger Vorstand“. Böhms Idee, die Situation im Land durch Hilfe zur Selbstentwicklung nachhaltig zu unterstützen, werde zerstört. Dass jeder Euro dort ankomme, wo er gebraucht wird, sei falsch. Kritisch sieht die Initiative das Gehalt der Vorsitzenden, Lohndumping, überteuerte Schulbauten, verkommene Brunnen in der Hilfsregion und die Hortung von Spendengeldern.

Ziel müsse es sein, unter einer neuen Führung wieder zu den ursprünglichen Aufgaben zurückzukehren. Derzeit werde das Erbe des Filmstars Karl-Heinz Böhm alles andere als würdig fortgesetzt und das Vertrauen der Spender und der Öffentlichkeit sowie die Glaubwürdigkeit aufs Spiel gesetzt. Leider könne der an Alzheimer erkrankte Stiftungsgründer nicht mehr selbst eingreifen.

Auf der Internetseite ist ein Protestbrief abgedruckt, mit dem der Vorstand zum Rücktritt bewegt werden soll. „Die Stiftung muss von Profis geleitet werden –und darf nicht Gegenstand von Erbhöfen sein“, heißt es darin. Almaz Böhm habe durch ihre Äußerungen in der Öffentlichkeit bewiesen, dass sie nicht dazu in der Lage sei, das Lebenswerk ihres Mannes fortzuführen. In ihren Interviews belüge sie die Spender über die Verwendung ihrer Gelder sowie über den Gesundheitszustand ihres Mannes

Vertrauen schädlich missbraucht?

Die derzeitige Vorsitzende Böhm habe das Vertrauen Tausender gutherziger Spender „ schändlich missbraucht“ und die Öffentlichkeit „immer und immer wieder eiskalt belogen“. Sie fordern die Rückgabe der gehorteten 50 Millionen Euro Bankguthaben und den Rücktritt Böhms und des gesamten Vorstands. (pro)

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