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„Manchmal ist es schwer, an einen Gott der Liebe zu glauben”

Jochen Blaich musste erleben, wie sein Sohn schwerkrank zur Welt kam und nach vier Jahren starb. In der Süddeutschen Zeitung berichtet er, wie der Glaube ihm und seiner Frau in der Zeit eine Stütze war – und warum nie eine Abtreibung in Frage kam.
Von Jörn Schumacher
In der Süddeutschen Zeitung berichtet ein Vater über Krankheit und Tod seines vierjährigen Sohnes, und wie der Glaube half (Symbolfoto)
In der Süddeutschen Zeitung berichtet ein Vater über Krankheit und Tod seines vierjährigen Sohnes, und wie der Glaube half (Symbolfoto)

Ein Kind zu verlieren, gehört zu den schlimmsten Erfahrungen, die ein Mensch machen kann. Unter der Überschrift „Wie viel ein kleiner Mensch aushalten kann“ berichtet Jochen Blaich am Mittwoch über die Geburt, das Leiden und Sterben seines Sohnes Samuel. Der 47-Jährige ist selbst Krankenpfleger und hat viel Erfahrung mit pädiatrischen Patienten. „Als sein Sohn Samuel schwerkrank zur Welt kam, stand er plötzlich auf der anderen Seite“, schreibt die Süddeutsche Zeitung.

Samuel litt unter Morbus Pfeiffer. Seine Schädelnähte waren schon im Mutterleib zusammengewachsen, dadurch entwickelte sich ein Wasserkopf und sein Gehirn wurde komprimiert. Durch die engen Atemwege beispielsweise entwickelte sich ein normaler Schnupfen schnell zur lebensbedrohlichen Lungenentzündung. Samuel lebte nur vier Jahre. Nach 40 Operationen, zahllosen Infekten und Komplikationen sowie unzähligen Klinikaufenthalten war sein Kampf am 12. Mai 2014 zu Ende. „Es ist unfassbar, wie viel ein so kleiner Mensch aushalten kann und muss“, fasst sein Vater im persönlichen Bericht zusammen.

Selbst wenn man vor der Geburt bereits etwas von der Krankheit gewusst hätte – eine Abtreibung wäre nie in Frage gekommen, schreibt Blaich. „Samuel war gewollt und geliebt!“ Er sei erschrocken, wie schnell der Familie eine Abtreibung als Möglichkeit angeboten worden sei.

„Uns hat unser Glaube geholfen“

Der Vater berichtet vom Alltag mit dem schwerkranken kleinen Kind, wie die Uniklinik zum zweiten Wohnzimmer wurde und umgekehrt das Zuhause zu einer kleinen Intensivstation, inklusive Monitor, Absauger, Beatmungsbeutel, Sauerstoffgerät und Infusionen.

Seit 2013 stand fest, dass Samuel sterben würde. „Auch wenn sich alles so schlimm anhört, wir hatten ihn gern bei uns und hätten ihn noch gern länger bei uns gehabt. Auch oder gerade kranke Kinder können einem viel geben.“ Der Vater schreibt weiter: „Uns hat unser Glaube geholfen. Ich weiß, dass der Glaube an einen persönlichen Gott, an Jesus Christus heute nicht mehr ‘in’ ist oder belächelt wird. Aber wir glauben daran, obwohl es bei so viel Leid manchmal auch schwer ist, an einen Gott der Liebe zu glauben, das gebe ich zu. Doch auch Jesus hat gelitten und weiß, wie es ist, Schmerzen zu haben. Wir glauben, dass Samuel jetzt bei ihm ist und keine Schmerzen und keine Krankheit mehr erdulden muss.“ (pro)

Von: js

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