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Maischberger: Wieviel Religion braucht man zum Leben?

 

Die Sendung "Menschen bei Maischberger" widmet sich am morgigen Dienstag dem Thema "Himmel, Herrgott! Wieviel Religion braucht man zum Leben?". Zu Gast bei Sandra Maischberger sind Fernsehmoderator Frank Elstner, der frühere Bundesarbeitsminister Norbert Blüm (CDU), die Theologin Uta Ranke-Heinemann, Sophia Kuby, Sprecherin der "Generation Benedikt", die konvertierte Muslima Nora Illi sowie die atheistische Schriftstellerin Karen Duve.
		
Von PRO

Foto: WDR/Volker Roloff

Die Sendung wird um 22.45 Uhr im Ersten ausgstrahlt. "Wetten dass …?"-Erfinder Frank Elstner betont, dass er "einen direkten Draht zum lieben Gott" habe. Nach dem Wechsel auf ein erzbischöfliches Internat wurde er erst als 13-Jähriger zur Erstkommunion angemeldet. "Ich fühlte mich, als würde ich auf die Schlachtbank geführt", wird Elstner in der ARD-Pressemitteilung zitiert. Heute habe er keine Probleme mehr mit der Kirche, weil er vieles einfach entspannter interpretiere.



Die streitbare Theologin Uta Ranke-Heinemann fühlt sich dagegen von Papst Benedikt XVI. hinters Licht geführt: "Er hat den Vatikan in ein frauenfreies, monosexuelles Biotop verwandelt." Die damalige Studienkollegin von Joseph Ratzinger erhielt 1970 als erste Frau der Welt einen Lehrstuhl für katholische Theologie. Die Professur wurde Ranke-Heinemann entzogen, als sie öffentlich an der Jungfrauengeburt zweifelte. Trotzdem ist sie in der katholischen Kirche geblieben.


"Brauchen moralische Gegenkräfte"



Der frühere Bundesarbeitsminister Norbert Blüm ist überzeugter Katholik: "Ohne die Kirche würde vieles anders aussehen. In einer Welt, in der das Geld bestimmt, brauchen wir die moralischen Gegenkräfte", zitiert ihn die ARD. Eine davon sei die Kirche, die eine Spiritualität von Gemeinschaft lehrt und nicht das Prinzip "jeder für sich selbst" anwende. In seinem aktuellen Buch "Streit über Gott" verteidigt sich Blüm gegen einen Atheisten.

Dass die katholische Kirche immer nur auf ihre Reizthemen wie Sexualität, Homosexualität oder Kondome begrenzt werde, kritisiert die Sprecherin von "Generation Benedikt", Sophia Kuby. Die 31-Jährige vertritt die Initiative junger papsttreuer Katholiken: "Die eigentliche Krise liegt darin, dass wir gar nicht mehr wissen, woher wir kommen und wohin wir gehen. Der eigentliche Sinn des Lebens ist uns abhanden gekommen", sagt die studierte Philosophin und Direktorin einer Nichtregierungsorganisation in Brüssel.



Nur noch mit Gesichtsschleier

Seit sich die getaufte Christin Nora Illi im Alter von 18 Jahren für den islamischen Glauben entschied, geht sie nur mit einem Gesichtsschleier vor die Tür. Die Schweizerin sagt, dass ihr der Schleier ein "Gefühl von Freiheit" gebe. Seit fast zehn Jahren bestimme der Islam ihr gesamtes Leben. Die Mutter von vier Kindern engagiert sich als Frauenbeauftragte im Islamischen Zentralrat der Schweiz.


"Warum soll ein Gott sich eigentlich für meine öde Existenz, meine kleinen gierigen Wünsche, erbärmlichen Hoffnungen und Shopping-Touren interessieren?", lautet die Frage der atheistische Autorin Karen Duve. Es sei nicht nachvollziehbar, "dass demokratisch erzogene Europäer es attraktiv finden, in allen Aspekten ihres Lebens von einem gütigen, himmlischen Diktator überwacht zu werden". Es sei arrogant zu glauben, im Besitz der allein selig machenden Wahrheit zu sein. Die Religion hält Duve für irrational, wissenschaftsfeindlich und gefährlich.



"Menschen bei Maischberger" ist eine Gemeinschaftsproduktion der ARD, hergestellt vom Westdeutschen Rundfunk (WDR). (pro)



"Menschen bei Maischberger" am Dienstag, 9. Oktober 2012, um 22.45 Uhr im Ersten

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