Das christliche Medienmagazin

Magdalena Neuner: „Zu mehr Spiritualität im Leistungssport gefunden“

In den Ausnahmesituationen als Spitzensportlerin hat die ehemalige Biathletin Magdalena Neuner zu noch mehr Spiritualität gefunden als je zuvor in ihrem Leben. Die geistliche Kraft half ihr auch, als sie bei Olympia 2010 zwei Goldmedaillen gewann und dennoch in eine Krise geriet.
Von PRO
Die ehemalige Sportlerin Magdalena Neuner ist zum ersten Mal auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag

Foto: pro/Michael Müller

Die ehemalige Sportlerin Magdalena Neuner ist zum ersten Mal auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag

„Ich habe in meinen 16 Jahren Leistungssport noch mehr zu meiner Spiritualität gefunden als davor“, sagte die ehemalige Weltklasse-Biathletin Magdalena Neuner am Donnerstag beim Evangelischen Kirchentag in Dortmund. Bei der Veranstaltung „Bewegt, Belebt, Begeistert – Sport und Glaube als Lebenskunst“ sprach sie über ihr frühes Karriereende mit 25 Jahren und ihr Leben nach dem Sport.

Einschneidend seien für sie die Olympischen Winterspiele in Vancouver 2010 gewesen. „Alle haben auf mich geschaut und an mir gezerrt. Dabei ist der Mensch zurück geblieben“, sagte Neuner, die damals zwei Mal die Goldmedaille gewann. „Ich habe gemerkt, wie viel Energie das gekostet hat“, erklärte sie. „Ich war erfolgreich, aber es ist nicht immer Gold, was glänzt.“

Früh guten Mentaltrainer gefunden

Danach haderte sie, ob sie mit dem Sport weitermachen sollte. Sie fühlte sich ausgebrannt. „Ich habe es aus eigener Motivation geschafft. Ich habe mir Ziele gesetzt. Geholfen haben mir meine Familie und mein Mentaltrainer.“ Aus dieser Zeit habe sie am meisten gelernt. Neuner, die mit 19 Jahren bereits Weltmeisterin im Biathlon wurde, betonte, wie wichtig es für sie gewesen sei, früh in ihrer Karriere einen guten Mentaltrainer gefunden zu haben. „Er hat mir geholfen, darauf zu vertrauen, dass es gut wird“, sagte Neuner.

Ausgebrannt zu sein, passiere auf allen Ebenen des Lebens – nicht nur im Spitzensport. Als Tipp gab sie den Zuschauern im Eissportzentrum auf der Bühne mit auf den Weg: Überlegt euch, was ihr im Leben erreichen wollt. Es ist wichtig, einen eigenen Antrieb zu haben – und auch die Menschen, die einen dabei unterstützen. Nach einem persönlichen Wunsch für die Zuschauer gefragt, sagte die Katholikin: Dass die Menschen wieder mehr in sich hineinhören können und wieder mehr auf ihr Bauchgefühl achten.

Heute arbeitet Neuner immer noch mit verschiedenen Sponsoren zusammen, die sie als Sportlerin bereits als Partner hatte. Die Mutter zweier Kinder begleitet Werbekampagnen oder auch Charity-Events.

Von: Michael Müller

Helfen Sie PRO mit einer Spende
Bei PRO sind alle Artikel frei zugänglich und kostenlos - und das soll auch so bleiben. PRO finanziert sich durch freiwillige Spenden. Unterstützen Sie jetzt PRO mit Ihrer Spende.

Diskutieren Sie mit!

Wir freuen uns, wenn Sie uns Ihre Meinung sagen. Gerne klar, ehrlich, prägnant – aber bitte immer respektvoll, damit sich viele Menschen mit unterschiedlicher Meinung beteiligen. Daher achten wir besonders auf eine respektvolle Debattenkultur.
Jeder Leserkommentar wird vor der Veröffentlichung geprüft. Bitte beachten Sie dazu unsere Kommentar-Richtlinien. Manchmal kann es etwas dauern, bis ein Kommentar freigeschaltet ist. Sie haben ab Veröffentlichung sieben Tage Zeit, einen Artikel zu kommentieren. Danach wird der Kommentarbereich automatisch geschlossen.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden.

Offline, Inhalt evtl. nicht aktuell

PRO-App installieren
und nichts mehr verpassen

So geht's:

1.  Auf „Teilen“ tippen
2. „Zum Home-Bildschirm“ wählen