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„Mächtigster Wissenschaftler der Welt“ unterbricht Corona-Forschung nur für Gottesdienst

Der gläubige Genetiker und Direktor des US-amerikanischen „National Institutes of Health“, Francis Collins, ist in diesem Jahr mit dem Templeton-Preis ausgezeichnet worden. Aus diesem Anlass berichtet der Berliner Tagesspiegel über den „mächtigsten Wissenschaftler der Welt“, der in einer Rockband spielt, eine Harley Davidson fährt und täglich an einem Impfstoff gegen das Corona-Virus forscht.
Von Jörn Schumacher
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Francis Collins gilt als einer der einflussreichsten Wissenschaftler des Planeten. Der gläubige Christ ist Genetiker und forscht derzeit an einem Impfstoff gegen das Coronavirus.

Foto: National Institutes of Health

Francis Collins gilt als einer der einflussreichsten Wissenschaftler des Planeten. Der gläubige Christ ist Genetiker und forscht derzeit an einem Impfstoff gegen das Coronavirus.

Der Templeton-Preis wurde 1973 ins Leben gerufen, um Menschen zu ehren, die auf dem Gebiet der Religion oder der Spiritualität forschen, Menschen, die „die Macht der Wissenschaften nutzen, um die tiefsten Fragen des Universums zu beantworten sowie den Platz und den Zweck der Menschheit in diesem Universum“. Der amerikanische Genetiker und Leiter des Nationalen Gesundheitsinstituts, Francis Collins, wurde in diesem Jahr mit dem Preis ausgezeichnet, der mit 1,3 Millionen Dollar dotiert ist. Der 70-Jährige gilt als einer angesehensten Wissenschaftler in Amerika, er ist zudem bekennender Christ. In seinem Buch „Gott und die Gene – Ein Naturwissenschaftler begründet seinen Glauben“ beschreibt Collins seinen Weg vom Atheisten zum Christen. Es war 20 Wochen auf der Bestsellerliste der New York Times.

„Er spielt in einer Rockband (‚The Directors’), fährt eine Harley Davidson (‚das größte und lauteste, was man haben kann’), ist gläubiger Christ und der wohl mächtigste Wissenschaftler der Welt.“ So stellt der Tagesspiegel den amerikanischen Wissenschaftler vor. Das Blatt bezog sich dabei auf ein Interview, das das amerikanische Magazin „Physics Today“ Mitte Mai veröffentlichte. „Seine aktuellen Forschungen an einem Anti-Covid-19-Impfstoff unterbricht Collins nur sonntags, um an einem Zoom-Gottesdienst seiner Gemeinde teilzunehmen”, heißt es weiter.

Das Nationale Gesundheitsinstitut der USA, das rund 18.000 Mitarbeiter hat, bekommt mit einem Jahresbudget von 42 Milliarden Dollar mehr Fördergelder als jedes andere Institut. Derzeit arbeite der Arzt, Genetiker und Chemiker Collins an vorderster Front bei der Entwicklung eines Impfstoffes gegen das Coronavirus, so der Tagesspiegel.

Im Medizin-Studium Christ geworden

Von 1993 an war Collins Leiter des Humangenomprojektes, in dem Hunderte von Wissenschaftlern an der vollständigen Entschlüsselung des menschlichen Erbguts arbeiteten. Das Projekt wurde im Jahr 2003 beendet. Im Jahr 2009 wurde er von Präsident Barack Obama zum Direktor der „National Institutes of Health“ berufen. Der Wissenschaftler wurde unter anderem mit der „Medal of Freedom“ des US-Präsidenten ausgezeichnet sowie mit der „Medal of Science“. Im Jahr 2009 gründete er zusammen mit seiner Frau die Organisation „BioLogos“, welche die Diskussion um die Vereinbarkeit von Wissenschaft und Glaube befördert werden soll. Sie veröffentlicht Artikel und Podcasts von Wissenschaftlern, die Christen sind. Dabei geht es auch um eine Förderung der Ansicht, dass Gott durch Evolution erschaffen hat.

Derzeit forscht Collins an der Krankheit COVID-19. „Jede Stunde am Tag, und manchmal auch dann, wenn ich eigentlich schlafen sollte“, sagte der 70-Jährige im Interview. Darin erzählt er auch, wie er in seinem Medizin-Studium Christ wurde. Er sei zunächst Agnostiker gewesen, dann Atheist. Aber in seiner Arbeit mit Patienten im Krankenhaus und wegen der täglichen Auseinandersetzung mit dem Tod begann er sich immer mehr für das Christentum zu interessieren. Eines Tages habe ihn ein Patient gefragt: „Woran glauben Sie, Doktor?“ Collin berichtet: „Ich fühlte mich sehr unbehaglich, weil ich darauf keine Antwort wusste. Da begann eine Reise.“ Im Alter von 27 Jahren wurde er Christ.

Heute ist er überzeugt: „Glaube und Wissenschaft sind sehr miteinander verbunden. Wenn ich versuche etwas in der natürlichen Welt zu verstehen, ist die Wissenschaft ein Weg des Verständnisses. Aber es gibt Fragen, die sind wissenschaftlich nicht zu beantworten, etwa: Warum gibt es etwas, und nicht einfach nichts? Was war vor dem Urknall? Warum haben die Naturkonstanten genau jene Werte, dass die komplexe Welt entstehen konnte? Was ist überhaupt Schönheit? Was ist Liebe? Gibt es einen Gott, und wenn ja, interessiert er oder sie sich für mich?“ Irgendwann sei ihm bewusst geworden, dass es nur einen Weg gab, die Antworten zu entdecken: Glaube.

Von: Jörn Schumacher

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