Das christliche Medienmagazin

Macher des Mohammed-Videos kommt vorzeitig frei

Mark Basseley Youssef, Drehbuchschreiber und Produzent des islamfeindlichen Videos „Innocence of Muslims“ (Unschuld der Muslime), soll auf Bewährung vorzeitig aus dem Gefängnis freikommen. Sein Video, das den Propheten Mohammed diskreditiert, hatte im Sommer 2011 für viele Schlagzeilen gesorgt.
Von PRO

Foto: YouTube

Im November 2012 war der heute 55-Jährige zu einer einjährigen Gefängnis-Strafe verurteilt worden: allerdings nicht wegen des Films, sondern weil er gegen seine Bewährungsauflagen verstoßen hatte. Das Gefängnis in Los Angeles soll er laut der Nachrichtenagentur Reuters am 26. September 2013 verlassen. Die Bewährungsstrafe gilt noch für die kommenden vier Jahre.

Youssef hatte im Sommer 2011 einen 14-minütigen Film auf der Video-Plattform YouTube hochgeladen. Das Video erzählt in amateurhafter Weise das Wirken Mohammeds nach. Darin wird Mohammed als Krieger, Frauenheld und Kinderschänder dargestellt. In der islamischen Welt sorgte das Video für große Aufruhr. Al-Kaida-Gruppen riefen zur Ermordung von Amerikanern und allen Menschen auf, die an dem Film mitgearbeitet haben.

Keine Erlaubnis fürs Internet

Die Bewährungsauflagen hatten es Youssef nicht erlaubt, das Internet ohne Erlaubnis seines Bewährungshelfers zu nutzen und damit das Video zu produzieren. Kurz nach den Vorfällen hatte sich ein Kalifornier mit dem Namen Sam Bacile als Produzent des Filmes ausgegeben und behauptet, dass jüdische Geldgeber hinter der Produktion stünden. Dies stellte sich als falsch heraus. Nakoulas Anwalt kritisierte das damalige Urteil scharf: Die Richter benutzten das Bewährungsverfahren, um seinen Mandanten für den Film zu bestrafen. Damit verstießen sie gegen das Recht der freien Meinungsäußerung.

Die Schauspieler hatten dem Produzenten seinerzeit vorgeworfen, er habe ihnen vorgemacht, bei dem Film handele es sich um einen gewöhnlichen Abenteuerfilm. Ferner seien manche ihrer Äußerungen später mit anderen Inhalten synchronisiert worden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatten damals Mitglieder des Filmteams Todesdrohungen erhalten und fürchten um ihr Leben. (pro)

Helfen Sie PRO mit einer Spende
Bei PRO sind alle Artikel frei zugänglich und kostenlos - und das soll auch so bleiben. PRO finanziert sich durch freiwillige Spenden. Unterstützen Sie jetzt PRO mit Ihrer Spende.

Diskutieren Sie mit!

Wir freuen uns, wenn Sie uns Ihre Meinung sagen. Gerne klar, ehrlich, prägnant – aber bitte immer respektvoll, damit sich viele Menschen mit unterschiedlicher Meinung beteiligen. Daher achten wir besonders auf eine respektvolle Debattenkultur.
Jeder Leserkommentar wird vor der Veröffentlichung geprüft. Bitte beachten Sie dazu unsere Kommentar-Richtlinien. Manchmal kann es etwas dauern, bis ein Kommentar freigeschaltet ist. Sie haben ab Veröffentlichung sieben Tage Zeit, einen Artikel zu kommentieren. Danach wird der Kommentarbereich automatisch geschlossen.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden.

Offline, Inhalt evtl. nicht aktuell

PRO-App installieren
und nichts mehr verpassen

So geht's:

1.  Auf „Teilen“ tippen
2. „Zum Home-Bildschirm“ wählen